Tibet-Konflikt von

Mutter verbrennt sich selbst

Frau stirbt an Verletzungen - 38 Selbstverbrennungen aus Protest gegen China seit 2009

Tibet-Konflikt - Mutter verbrennt sich selbst © Bild: APA/EPA/SANJEEV GUPTA

In Tibet hat sich erneut jemand aus Protest gegen China verbrannt. Eine Mutter von drei Kindern hat sich selbst angezündet. Die Frau übergoss sich vor einem Kloster in Barma mit Benzin und steckte sich anschließend in Brand, wie die Organisation Free Tibet berichtete. Die Tibeterin namens Rechok sei Mitte 30 gewesen und noch am Ort ihren Verbrennungen erlegen.

Erst am Sonntag hatten sich zwei Tibeter in der tibetischen Hauptstadt Lhasa selbst verbrannt. Einer der beiden überlebte nach offiziellen chinesischen Angaben verletzt. Nach den Selbstverbrennungen sind die Sicherheitsmaßnahmen deutlich verschärft worden.

Massenfestnahmen in Lhasa
Die chinesischen Sicherheitskräfte haben auf die Selbstverbrennungen mit Massenfestnahmen reagiert. Der US-Sender Radio Free Asia meldete unter Berufung auf Kreise, seit Sonntag seien in der Hauptstadt Lhasa etwa 600 Tibeter in Gewahrsam genommen worden. Da ausländische Journalisten nicht in das von China besetzte Gebiet reisen dürfen, können die Angaben des Senders vom Mittwochabend nicht unabhängig bestätigt werden.

Seit 2009 haben sich damit schon 38 Tibeter in den Provinzen Sichuan, Qinghai, Gansu und der Autonomen Region Tibet aus Protest gegen die chinesische Fremdherrschaft über das Hochland selbst angezündet. Mehr als 20 kamen dabei ums Leben.