Thomas Prantner wird Onlinedirektor: Auf Anregung des BZÖ im neuen Wrabetz-Team

Still und leise ist Thomas Prantner (41) die Karriereleiter eine Sprosse höher geklettert. Nun wurde der ORF-Marketingchef vom Stiftungsrat zum Onlinedirektor gewählt. Bereits im August wurde Prantner vom frisch gewählten Generaldirektor Alexander Wrabetz auf Anregung des BZÖ als Onlinedirektor vorgeschlagen.

Während ein anderer BZÖ-Wunschkandidat, nämlich Willy Haslitzer, im Getöse der Kritik unterging, ist der Sohn des rechtskonservativ und FPÖ-nah eingestuften Theologieprofessors Robert Prantner von all zu heftiger Kritik verschont geblieben, auch wenn mancher Stiftungsrat vor der Wahl gemeint hatte, dass Prantner einer breiten Mehrheit für das Wrabetz-Team im Wege stehe und in der Vergangenheit zu oft die Seiten gewechselt habe.

Der Marathonläufer Prantner hat dennoch sein nächstes Ziel erreicht. Der 41-Jährige ist seit über 20 Jahren im Mediengeschäft tätig. 1984 heuerte er beim ORF als Volontär in der TV-Auslandsredaktion des Aktuellen Dienstes an. 1985 war er redaktioneller Mitarbeiter in der TV-Hauptabteilung "Dokumentation" für die Sendung "Auslandsreport". Von 1985 bis 1987 arbeitete Prantner als Redakteur bei verschiedenen Printmedien. Danach ging es zurück in den ORF, wo er von 1988 bis 1994 in der Abteilung "Öffentlichkeitsarbeit" u.a. für die Pressearbeit der Informationsintendanz und der Landesstudios zuständig war.

1994 wurde er von Generalintendant Gerhard Zeiler als Büroleiter in die Generalintendanz geholt. Ab Juni 1995 leitete er die ORF-Öffentlichkeitsarbeit und war Pressesprecher des ORF, im Jänner 1999 erhielt er die Prokura. Seit 2002 ist Prantner den Mitarbeitern des Hauses als Marketingchef bekannt. Weit zurück liegt Prantners politisches Engagement für eine bürgerliche Bürgerliste - gegen einen ÖVP-Bürgermeister - im niederösterreichischen Hinterbrühl. Verheiratet ist Prantner mit Ö3-Reporterin Petra Mödlhammer.
(apa)