Autobiographie von

Thomas Gottschalk
lästert über Dieter Bohlen

Beim "Supertalent" fühlte er sich, als würde er "im falschen Film" sitzen

Thomas Gottschalk und Dieter Bohlen © Bild: imago/Wall

Thomas Gottschalk war es dank "Wetten, dass..?" gewohnt, alleine vor einem Millionenpublikum zu stehen und zu unterhalten. Das war es was er wollte und konnte. Nach dem tragischen Unfall von Samuel Koch beendete er jedoch nach über 20 Jahren die Zusammenarbeit. In seiner Autobiographie "Herbstblond", die demnächst erscheint, schreibt der Moderator über die Zeit danach und lästert auch kräftig über seinen Kollegen Dieter Bohlen.

Nachdem Thomas Gottschalk "Wetten, dass..? den Rücken gekehrt hatte, versuchte er 2012 mit „Gottschalk Live“ im Ersten sein Glück - doch innerhalb eines halben Jahres starb er "von der Häme der Medien begleitet, den Quotentod", wie er selbst schreibt.

Dann tat sich ein neuer Job auf. "Meine Produzentin fühlte wohl eine gewisse Mitverantwortung für das Desaster und warf mir einen Rettungsring zu: eine Mitwirkung bei „Deutschland sucht den Superstar“ oder „Das Supertalent“, den Castingshows mit Dieter Bohlen, die sie ebenfalls produzierte. Das brachte mich in eine Art moralisches Dilemma, denn ich hatte über diese Formate immer wieder öffentlich gelästert", so Gottschalk weiter.

"Ziel, selber gut auszusehen"

Doch es lief nicht ganz so, wie es sich Gottschalk vorstellte. Denn während er vor allem das Publikum und deren Interesse im Kopf hatte, war es für Bohlen anders: "Mit starrem Blick auf die eigene Person unterwirft er alles dem Ziel, selber gut auszusehen."

Bohlens Ein-Mann-Show

Auch was das Zusammenarbeiten betrifft, hatten die Beiden so ihre Probleme: "Die Vielfalt der antretenden wirklichen und scheinbaren Talente war so groß, dass wir beide wunderbar Pingpong hätten spielen können. Aber Dieter fehlt jedes Gefühl für Teamwork. Mit einer Scheuklappenmentalität, die ich bisher so nicht kennengelernt hatte, zog er seine Ein-Mann-Show durch, und ich hatte weder Lust noch die Eier, auf Konfrontationskurs zu gehen." Gottschalk fühlte sich, als würde er „im falschen Film“ sitzen.

Thomas Gottschalk "Herbstblond"
© Verlagsgruppe Random House GmbH, Muenchen

Thomas Gottschalk: Herbstblond
Die Autobiographie
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 368 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 15 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-453-20084-5
€ 20,60
Erscheinungstermin: 27. April 2015

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