Show von

"The Wall" in Wien

Bühnenaufbau für spektakuläres Roger Waters-Konzert ist voll im Gange

Ernst Happel Stadion © Bild: APA/Georg Hochmuth

Die Beschallungsanlage hat 200.000 Watt, 30 modernste Projektoren sorgen für gestochen scharfe Visuals, 424 Mauersteine stehen zur Verfügung: Roger Waters "The Wall" ist eine gewaltige Show mit hohem technischen Aufwand. Vor dem Konzert am Freitagabend im Wiener Ernst-Happel-Stadion gab Produktionsmanager Klaus Kunzendorf am Mittwoch Auskunft über die Vorbereitungen: "Die Bühne wird über dreieinhalb Tage aufgebaut, in Schichten von jeweils zwölf Stunden."

"The Wall" wurde in den 80er-Jahren von Pink Floyd ein paar Mal aufgeführt und später vom kreativen Kopf hinter dem Rockspektakel, Roger Waters, im zeitgemäßen Rahmen - unter Beibehaltung der Originaldramaturgie - wiederbelebt. Der Bassist und Sänger hatte die Band im Streit verlassen, die Rechte am Werk, in dem er seine Erfahrungen als Popstar, aber auch seine Familien- und Jugendneurosen verarbeitete, nahm er mit. "Sie ist bewegender, fesselnder, dramatischer und aufregender als die Hallen-Version", bezeichnete der Musiker die aktuelle Show bei einer Pressekonferenz in London.

50 Sattelschlepper, 200 Leute im Einsatz

Mehr als 50 Sattelschlepper sind für die Produktion erforderlich, 200 Leute stehen im Einsatz, 60 davon gehören zur unmittelbaren Crew (von der Technik bis zum Catering). Kunzendorf, der auch für Madonna oder U2 gearbeitet hat, wollte keine Vergleiche anstellen, aber: "'The Wall' ist sicherlich im oberen Bereich einzuordnen." Nachsatz: "Es geht nicht um Gigantomanie, um der Gigantomanie willen. Die Show erfordert eben eine riesige Mauer - und für die brauchen wir Platz und technischen Aufwand."

Show beginnt bei Dämmerung

Auf der Mauer, die während der ersten Programmhälfte aufgezogen wird, sind Videos und Trickfilme zu sehen. "Es kommen sehr leistungsstarke Projektoren zum Einsatz. Die Show beginnt ja so um 20.15 Uhr, da setzt gerade erst die Dämmerung ein", betonte Kunzendorf. Eine ganze Nacht dauert es, die extrem empfindlichen Projektoren zu justieren.

Es gibt noch Restkarten

Bereits die Indoor-Variante von "The Wall" wollte man nach Wien bringen. "Aber die Decke der Stadthalle war dafür zu niedrig", erklärte Kunzendorfer. Jetzt hat das Publikum vermutlich zum letzten Mal die Chance Roger Waters mit seinem Pop-Meilenstein live zu erleben. Für Freitag gibt es noch Karten. Die 115 Meter breite Bühne wurde quer im Oval errichtet und somit stehen mehr Sitzplätze zur Verfügung.

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