The Avengers von

Helden jetzt auf DVD

Iron Man, Hulk, Thor & Co. retten die Welt

Avengers DVD, Blu-ray und 3D Blu-ray © Bild: Warner Media

Der Name "Marvel" kommt wohl nicht von ungefähr: Die Superhelden-Versammlung "The Avengers" macht einen staunen und lachen zugleich und entführt auf angenehm selbstironische Art und Weise in ein wunderbar neurotisches Universum, in dem sich die üblicherweise auf sich allein gestellten Marvel-Protagonisten zusammenraufen müssen, bevor sie gemeinsam die Welt vor Thors bösem Halbbruder Loki retten. Joss Whedon setzt auf eine smarte Mischung aus Popcornkino und Popkulturdrama und schafft es, die spielfreudigen Stars - von Robert Downey Jr. bis Scarlett Johansson - zur sympathischen Eingreiftruppe zusammenzuschweißen.

Der Zusammenschluss der "Rächer" war bereits in den vergangenen fünf Filmen des "Marvel Cinematic Universe" angekündigt worden: Der Auftakt mit Robert Downey Jr. als Milliardärsplayboy "Iron Man" war 2008 perfekt geglückt und gab fortan die Marschroute vor, die zwar spektakuläre Action und Special-Effects vorsah, aber vor allem auch einen charmanten und nicht so bierernsten Umgang mit den Charakteren. "Der unglaublich Hulk" litt im gleichen Jahr unter einem übermotivierten Edward Norton und wurde als Konsequenz für die "Avengers" durch Mark Ruffalo ersetzt - was sich als eine der besten Ideen herausstellen sollte, denn Ruffalo sticht mit seiner leicht verzweifelten, hintersinnigen Darstellung des Wissenschafters Bruce Banner gemeinsam mit Downey Jr. aus dem Top-Cast heraus.

Aufwand hat sich gelohnt

Mit "Iron Man 2" (2010), dem von Chris Hemsworth verkörperten "Thor" (2011) und "Captain America - The First Avenger" (2011), schön altmodisch dargestellt von Chris Evans, wurden schließlich die weiteren Grundsteine für die mit einem dreistelligen Millionenbetrag hergestellte Zusammenführung des Comic-Franchise gelegt. Und der Aufwand hat sich gelohnt: Whedon setzt auf schnelle Wortwechsel, pointierte Dialoge, beeindruckende Schauwerte und die richtige Balance zwischen ruhigen und Action-Szenen. Und er beweist Liebe zum Detail: Dass Loki, ausgestattet mit einem kosmischen Energiewürfel, es mit der Unterwerfung der Menschheit in Deutschland versucht, passt etwa dem aufgetauten Nazi-Bekämpfer Captain America schon aus historischen Gründen überhaupt nicht in den Plan.

Teamgeist lässt zu wünschen übrig

Dennoch hat Nick Fury (Samuel L. Jackson), der Direktor der Geheimorganisation S.H.I.E.L.D. und Initiator der Superheldenvereinigung, eine Weile lang alle Hände voll zu tun, die egoistisch-instabilen Figuren von der gemeinsamen Übung gegen die außerirdische Bedrohung zu überzeugen. Erst wenn die Skyline von Manhattan in imposanten Bildern von Lokis Armee nach und nach abmontiert wird, wird langsam so etwas wie Teamgeist bei den ungleichen Helden spürbar. Im Gegensatz zu den anderen Marvel-Teams X-Men und Fantastic Four liegt die größere Herausforderung hier somit in der Überwindung des Individuums zugunsten des Kollektivs. Und am Ende ist man denn auch geneigt, Nick Furys Prophezeiung zu glauben, dass die "Avengers" zurückkehren, wenn sie gebraucht werden.

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