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Thailänder beim Sperma-Schmuggel an der Grenze zu Laos gefasst

In dem armen Land boomt seit einigen Monaten das Geschäft mit Leihmüttern

Thailändische Grenzbeamte haben einen Schmuggler gefasst, der sechs Fläschchen mit Sperma heimlich über die Grenze nach Laos bringen wollte. Der 25-Jährige wurde in der Grenzstadt Nong Khai gefasst, sein Schmuggelgut hatte er in einem Stickstofftank versteckt, berichtete ein Zöllner am Donnerstag. Nach seinen Angaben hatte der Mann auf diese Weise schon 13 Mal Samenspenden geschmuggelt.

Die Beamten vermuten, dass die Samenspenden für eine Fruchtbarkeitsklinik in Laos bestimmt waren. Spender waren demnach Chinesen und Vietnamesen aus der thailändischen Hauptstadt Bangkok. Thailand verbietet jedoch den Export von menschlichem Gewebe zu Fortpflanzungszwecken.

In dem autoritär geführten armen Laos boomt seit einigen Monaten das Geschäft mit Leihmüttern. Nach Angaben von Experten wird der Eingriff in der Regel in Laos vorgenommen, die Zeit ihrer Schwangerschaft verbringen die Leihmütter dann in Thailand, wo die medizinische Versorgung besser ist.

Jahrelang zogen ausländische Paare auf der Suche nach Leihmüttern nach Thailand, wo sie von einer rechtlichen Grauzone profitierten. Nach einer Reihe von Skandalen verschärfte die Militärregierung vor drei Jahren jedoch die Regeln für Leihmutterschaften. Das Geschäft verlagerte sich daraufhin nach Kambodscha, bis die Regierung im vergangenen Jahr ein völliges Verbot erließ. Laos lässt dagegen Leihmutterschaften noch uneingeschränkt zu.

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