Teurer Verkaufs-Poker um DaimlerChrysler:
Angebote übersteigen fünf Milliarden Dollar

Cerberus, Blackstone und Magna weiter im Rennen

Teurer Verkaufs-Poker um DaimlerChrysler:
Angebote übersteigen fünf Milliarden Dollar

Poker rund um die von DaimlerChrysler zum Verkauf gestellte US-Tochter Chrysler haben die Angebote mittlerweile fünf Milliarden Dollar (3,69 Mrd. Euro) überstiegen, hieß es in einem Bericht der "Financial Times". Die Investmentfirma des US-Milliardärs Kirk Kerkorian, Tracinda, müsse ihr 4,5 Mrd. Dollar Angebot nachbessern, um mit am Verhandlungstisch zu sitzen.

Die anderen Interessenten, die beiden Finanzinvestoren Cerberus und Blackstone sowie der kanadische Autozulieferer Magna, hätten fünf Mrd. Dollar oder mehr für die Tochter von DaimlerChrysler geboten.

Kerkorian hatte Anfang April 4,5 Mrd. Dollar in bar für Chrysler geboten, dies aber an die Forderung nach einem exklusiven Blick in Bücher geknüpft. Kerkorian will das Management von Chrysler und die Gewerkschaft United Auto Workers Union an der Übernahme beteiligen.

Der Autozulieferer Magna, der zuvor offiziell Kaufinteresse an Chrysler angemeldet hatte, und sein potenzieller Partner, die kanadische Investmentfirma Onex, wollen einem Pressebericht zufolge jeweils gleich große Minderheitsbeteiligungen an Chrysler übernehmen, während Daimler eine kleine Beteiligung behalten würde.

Um Interessenkonflikte als Zulieferer und Autohersteller zu vermeiden, würde Magna für Chrysler eine separate Gesellschaft bilden und für Design und Fertigung zuständig sein. Das Engineering würde ausgelagert.

(apa/red)