Teure(r) EURO: Arbeiterkammer kritisiert enorme Preisanstiege um Wiener Fanzonen

Ein Schinken-Käse-Toast statt 2,80 jetzt 5,40 Euro Getränke im Schnitt um 2,2 Prozent teurer geworden

Teure(r) EURO: Arbeiterkammer kritisiert enorme Preisanstiege um Wiener Fanzonen © Bild: dpa/Gentsch

Wer im März gemütlich sein Bier in der Wiener Innenstadt getrunken hat, ist noch um einiges billiger davon gekommen. Denn in den letzten drei Monaten stiegen die Preise deutlich an, wie ein aktueller Test der Arbeiterkammer (AK) jetzt ergab. Getränke wurden im Schnitt um 2,2 Prozent, Essen um durchschnittlich drei Prozent teurer.

So zahlen Konsumenten laut dem Test für einen Schinken-Käse-Toast jetzt im Schnitt um ein Fünftel mehr. Der gespritzte naturtrübe Apfelsaft sei um fast acht Prozent und das Krügerl Bier um durchschnittlich vier Prozent teurer geworden.

Insgesamt haben elf von 17 untersuchten Lokalen die Preise seit März um durchschnittlich 5,5 Prozent erhöht, so die AK. In drei Betrieben gingen die Preise zurück (durchschnittlich um 1,1 Prozent). In den restlichen drei Gasthäusern seien die Preise gleich gelassen worden.

Billiger G'spritzter
Die größte Preiserhöhung fand die AK in einem Wirtshaus beim Schinken-Käse-Toast. Dieser kostete im März noch 2,80 Euro, jetzt 5,40 Euro. Ein anderes Lokal verteuerte Sacherwürstel mit Gebäck um zehn Prozent. Im März kostete es noch 5,90 Euro, jetzt 6,50 Euro. Die größte Preissenkung gab es hingegen in einer Gaststätte bei einem weißen G'spritzten. Im März verlangte der Wirt 2,80 Euro, jetzt 2,40 Euro.

Große Preisunterschiede
Die AK stellte auch enorme Preisunterschiede zwischen den einzelnen Gasthäusern fest. So kostet ein Viertel Liter Coca-Cola in der günstigsten untersuchten Gaststätte einen Euro, im teuersten Lokal waren es 2,60 Euro. Eine Portion Pommes frites fanden die AK-Tester um 1,19 Euro, aber auch um 2,80 Euro. Auch bei Schinken-Käse-Toasts mit Ketchup gibt es laut AK saftige Preisunterschiede. Je nach Lokal kostet der Toast zwischen 3,10 und 6,50 Euro. (apa/red)