Teuerungswelle flammt erneut auf: Preise<br> für Heizöl, Erdgas und Strom vor Erhöhung

Experte warnt: "Gas könnte um bis zu 20 % steigen" Ein Liter Heizöl sprengt demnächst die Euro-Marke

Teuerungswelle flammt erneut auf: Preise<br> für Heizöl, Erdgas und Strom vor Erhöhung © Bild: APA/DPA/Büttner

Der Ölpreis scheint nach oben offen zu sein. Damit werden aber auch Heizöl und Erdgas immer teurer. Bald wird 1 Liter schwefelhaltiges Heizöl mehr als einen Euro kosten, da am 1. Juli die Mineralölsteuer auf Heizöl um 3,6 Cent je Liter erhöht wird, hieß es im Ö1-Morgenjournal. Der Tiroler Landeshauptmann van Staa will angesichts der hohen Treibstoffkosten eine Konferenz einberufen.

Ein genauer Zeitpunkt für die außerordentliche Sitzung des Gremiums stand zunächst nicht fest. "Die Belastung durch Treibstoffpreise ist für die Bevölkerung unzumutbar geworden", argumentierte der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz. Die exorbitant steigenden Sprit- und Heizölkosten hätten ein Ausmaß erlangt, das für die Menschen in Tirol aber auch in ganz Österreich unerträglich geworden sei.

Salzburgs Landeshauptfrau Burgstaller sprach sich ebenso wie Burgenlands Landeshauptmann Niessl für eine Senkung der Mineralölsteuer aus und forderte Finanzminister Molterer auf, Initiativen zu setzen. Das BZÖ in Kärnten hat aufgrund der hohen Treibstoffpreise mit dem Sammeln von Unterschriften für eine Petition begonnen. Die Grünen unterbreiteten einen neuen Vorschlag: Zur Entlastung der Arbeitnehmer sollten auf die ersten 200 Euro des Bruttoeinkommens keine Sozialversicherungsbeiträge eingehoben werden.

Preise für Strom und Gas steigen vor Heizsaison
Auch Gas könnte vor Beginn der Heizsaison um bis zu 20 Prozent teurer werden, prognostiziert der Geschäftsführer der Energieregulierungsbehörde E-Control, Walter Boltz. Rund ein Drittel der heimischen Haushalte verwende schwefelhaltiges Heizöl, so eine Schätzung der OMV. Nicht nur der Ölpreis, sondern auch der Gaspreis könnte weiter ansteigen, so die Prognose der AK. Die Preissteigerung bei Gas schlage sich zwar erst mit 4 bis 6 Monaten Verspätung durch, aber es sei davon auszugehen, dass die Preise anziehen werden, so die AK. Für Strom erwartet Boltz ebenfalls eine Verteuerung. (apa/red)