Testamentsfälscher-Prozess von

Sieben Jahre für Hauptangeklagten

Auch sämtliche Mitangeklagten nach 30-stündiger Beratung zu Haftstrafen verurteilt

Testamentsfälscher-Prozess - Sieben Jahre für Hauptangeklagten © Bild: APA/Gindl

Der Testamentsfälscher-Prozess ist nach 21 Tagen Ende und vier Schuldsprüchen nun endgültig gegangen: Am Salzburger Landesgericht sind am Dienstag die restlichen sechs Urteile gesprochen worden. Der geständige Hauptbeschuldigte Jürgen H. (48), suspendierter Geschäftsstellenleiter des BG Dornbirn, erhielt sieben Jahre Haft unbedingt.

Er hat zusammen mit fünf anderen Angeklagten am Vorarlberger Bezirksgericht (BG) Dornbirn Testamente gefälscht.

Der Schöffensenat unter Vorsitz von Richter Andreas Posch ging nach 30-stündiger Beratung davon aus, dass Jürgen H. nicht der alleinige Drahtzieher der Manipulationen gewesen ist: Alle Angeklagten wurden verurteilt. Die ehemaligen Gerichtskollegen des Hauptbeschuldigten, Clemens M. (52), und Kurt T. ( 49) wurden zu je drei Jahren Haft, davon ein Jahr unbedingt verurteilt. Der frühere Gerichtsbedienstete Walter M. (72) erhielt zwei Jahre Haft bedingt.

Die suspendierte Vizepräsidentin des Landesgerichts Feldkirch, Kornelia Ratz (48), wurden zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt, zehn Monate davon wurden unbedingt ausgesprochen. Schuldig gesprochen wurde auch ein geständiger Freund des Hauptbeschuldigten: Peter H. (48) kassierte eine unbedingte Freiheitsstrafe von fünf Jahren.

Kommentare

wie immer Bei Nacht und Nebel wird das dann wieder in II. Instanz aufgehoben, die Leute bekommen alles nachbezahlt und dann ist es ohnehin schon so weit dass sie in Pension gehen können, und während die Öffentlichkeit glaubt sie sitzen im Gefängnis sonnen sie sich an der Copacabana im Winter und im Sommer an der Algarve. Und die Zeitungen spielen mit, der Standard hat dieses Posting mit diesem Inhalt gestern schon zensuriert.
Der Gerichtsvorsteher bei dem jeden Tag im Haus im Sozialraum gesofffen wurde hätte wegen Amtsmissbrauch belangt werden müssen, dringendst! Aber unsere Justiz kann eines so gut, Mund , Augen und Ohren zumachen!

Systemanalytiker melden

Österreichischer Justizapparat ist kriminell Dieses Verfahren ist nur eine weitere Bestätigung von vielen. Auch hier wurde Jahrzehnte vertuscht und unter den Teppich gekehrt. Jeder Richter und Staatsanwalt muss kontrolliert werden, ob er oder seine Verwandten und Freunde durch dubiose Erbschaften begünstigt worden ist. Am besten ist, wenn im Innenministerium eine "SOKO Justiz" gegründet wird, um diesen kriminellen Filz aus dem Justizapparat zu entferten. Die kriminellen Machenschaften im Obersten Gerichtshof werden auch bald auffliegen. Nur Geduld!

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Vorweg - ich bin keine \"Justizler\" Was wollen Sie mit Ihremn obigen Posting sagen? Dass es überall - also auch in der Justiz - Menschen gibt, die Fehltritte begehen, hat nie jemand bestritten. Auch die Justiz nicht. Die Frage ist doch, wie man - wenn man die Fehltritte bemerkt - wie man also mit der Sache umgeht. Und hier ist doch sehr streng RECHT gesprochen worden. Einzig die 10 Monate unbedingt für die Chefin des Ganzen erscheinen mir zuwenig. Sonst aber ist ordentlich "aufgeräumt" worden und die Justiz hat gezeigt, dass sie in Ihren Reihen keine Fehltritte duldet und hat zum Teil sehr hohe Haftstrafen verhängt. Wie gesagt, der Ratz hätte man 1 1/2 Jahre unbedingt aufbrummen können, dann aber wäre für mich die Sache ordentlich und sauber erledigt geworden. Daher ein Hoch auf diese Justiz, die auch in den eigenen Reihen aufräumt!

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Re: Österreichischer Justizapparat ist kriminell tatsaechlich erklaert die polizei noch immer alle anzeiger von unterschriftenfaelschung als verrueckt und entzieht den fs. das ist einzige was die machen, in jedem rechtsstaat waeren die mitarbeiter der justiz und polizei die einzigen haefeninsassen, der so ist wie oesterreich. statt dessen erzaehlt die presse wie wenig geld alle haben, die sitzen im buero, schauen in die luft, wenn man sie was fragt kommt ein nazispruch, das ist bei denen arbeit, benehmen schlechter als der letzte ausgeschlossene migrant... ich mag das nicht. dann erzaehlt die justizministerin sie haben zu wenig davon...

so ist das nach 60 jahren und unzaehligen straftaten hat das gericht eine verurteilung vorzuweisen und kommt damit sogar in die zeitung, waere das gerecht muessten die zeitungen 100.000 seiten dick sein, damit jeder strassenkehrer, der die 10 fache leistung erbringt genannt werden kann... das finde ich fundamentalistisch, wenn so familien zerstoert und existenzen ausgeloescht werden und die straftaetergruppe in der justiz es aktiv betreibt, nicht wenn sich ein armer sprengt... es gibt in oesterreich 10.000 opfer dieser machenschaften... ich mag das nicht!

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