Terrorist Carlos wieder vor Gericht: Prozess
wegen Verherrlichung des Terrorismus

Unter anderem für OPEC-Geiselnahme verantwortlich

Gegen den verurteilten Terroristen Carlos beginnt heute in Frankreich ein Prozess wegen Verherrlichung des Terrorismus. Dabei geht es um ein vom Fernsehsender M6 ausgestrahltes Telefoninterview vom März 2004, in dem Carlos gesagt hatte, es gebe "keine unschuldigen Opfer" des Terrorismus'. Zudem äußerte er seine Bewunderung für Osama bin Laden, den er als "Lichtgestalt" pries.

Auf "Rechtfertigung des Terrorismus" stehen in Frankreich bis zu fünf Jahre Haft und bis zu 45.000 Euro Strafe. Carlos, mit bürgerlichen Namen Illich Ramirez Sanchez, war einst der meistgesuchte Terrorist der Welt. Er wurde Ende der 90er Jahre in Frankreich u.a. wegen des Wiener OPEC-Überfalls im Dezember 1975 zu lebenslanger Haft verurteilt. (apa/red)