"Terrorist Bush plant meine Ermordung": Venezuelas Präsident Chavez schwant Böses

Ehemaliger CIA-Mann soll das Attentat durchführen Destabilisierung der politischen Landschaft befürchtet

"Terrorist Bush plant meine Ermordung": Venezuelas Präsident Chavez schwant Böses

Venezuelas Staatschef Hugo Chavez hat US-Präsident George W. Bush beschuldigt, einen früheren CIA-Agenten mit seiner Ermordung beauftragt zu haben, um das südamerikanische Land politisch zu destabilisieren. Washington wolle ihn töten und dazu den "ehemaligen CIA-Mann" Luis Posada Carriles einsetzen, versicherte der Linksnationalist Chávez in seiner TV-Sendung "Alo Presidente". Der Kubaner Posada Carriles, ein prominenter Gegner des kubanischen Präsidenten Fidel Castro, war erst kurz davor aus US-Haft entlassen worden.

"Der Präsident der USA beschützt den internationalen Terrorismus, nun haben sie den Vater aller Terroristen, Luis Posada Carriles auf freien Fuß gesetzt (...) Herr Bush, Sie sind ein Terrorist", sagte der erklärte US-Gegner. Der US-Präsident habe schon "grünes Licht" für die Mordpläne gegeben. Venezuela beantragt seit zwei Jahren die Auslieferung von Posada Carriles. Man wolle nun deshalb die Intervention der Vereinten Nationen beantragen, sagte Chávez.

Der 79 Jahre alte Posada war gegen eine Kaution von 350 000 US- Dollar in den USA freigekommen. Er muss sich aber noch am 11. Mai wegen angeblicher falscher Angaben bei der Einreise in die USA im Jahr 2005 vor Gericht verantworten. Fidel Castro protestierte gegen die Freilassung und bezeichnete Posada Carriles als "Monster".

Posada Carriles wird in Kuba und Venezuela wegen terroristischer Aktivitäten mit Haftbefehl gesucht. Er soll für mehrere Anschläge auf touristische Einrichtungen verantwortlich sein. Venezuela beschuldigt ihn vor allem, 1976 am Bombenanschlag auf eine in Caracas gestartete Passagiermaschine der Gesellschaft "Cubana de Aviación" beteiligt gewesen zu sein, bei dem 73 Menschen getötet wurden. Wenige Tage nach dem Anschlag wurde er festgenommen, später gelang ihm aber die Flucht aus dem Gefängnis.

(apa/red)