Fakten von

Syrien: Grauenvolle
Fleisch fressende Krankheit

Kurdisches Rotes Kreuz macht Terrormiliz IS verantwortlich

Syrien flesh eating desease © Bild: Getty/Paula Bronstein

Aus Syrien erreichen uns furchterregende Bilder von Menschen, mit offenen Fleischwunden im Gesicht, Armen und anderen exponierten Körperstellen. Die Ursache könnte horrender nicht sein: In den letzten zwölf Monaten wurden mehr als 500 Fälle von Hautleishmaniose gemeldet. Dabei handelt es sich um eine "Fleisch fressende" Infektionserkrankung, die durch Mücken übertragen wird.

Nach dem Stich der Sandmücke kommt es zunächst zu einer Rötung, dann bilden sich juckende Knötchen auf der Haut, die letztendlich ein nicht schmerzhaftes Geschwür bilden. Die bis zu fünf Zentimeter großen Geschwüre heilen zwar nach einem halben bis einem Jahr meist von selbst ab, hinterlassen jedoch entstellende Narben.

Syrien flesh eating desease
© Getty/Paula Bronstein

Als Grund für das vermehrte Auftreten der Krankheit nennt das kurdische Rote Kreuz die "abscheulichen Taten" des IS (Islamischen Staats, Daesch): "Es ist ein Resultat davon, dass die IS unschuldige Menschen tötet und die Leichen offen auf der Straße verrotten lässt."

Syrien flesh eating desease
© Getty/Paula Bronstein
Syrien flesh eating desease
© Getty/Paula Bronstein

Deutschlands Heer kämpft gegen IS

Der deutsche Bundestag hat dem Militäreinsatz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) am Freitag mit großer Mehrheit zugestimmt. Damit sollen bis zu 1200 deutsche Soldaten mit Aufklärungsflügen und einer Fregatte die internationale Koalition im Kampf gegen den IS-Terror unterstützen - zunächst bis Ende 2016.

Bei 598 abgegebenen Stimmen votierten 445 Abgeordnete für den Einsatz, 146 stimmten dagegen, 7 enthielten sich. Die Ja-Stimmen kamen fast ausschließlich aus dem Lager der Regierungskoalition aus Christ- und Sozialdemokraten. Die Linksfraktion hatte im Voraus ein geschlossenes "Nein" angekündigt, die Grünen-Fraktion eine mehrheitliche Ablehnung.

Die deutschen Streitkräfte (Bundeswehr) sollen die Kampfjets der Anti-IS-Koalition in Syrien und im Irak mit Aufklärungsflügen von sechs "Tornado"-Maschinen unterstützen, selbst aber keine Bomben abwerfen. Die deutsche Fregatte "Augsburg" soll zum Schutz eines französischen Flugzeugträgers eingesetzt werden. Ein Tankflugzeug soll mit Treibstoffversorgung in der Luft längere Angriffsoperationen ermöglichen.

Naidoo singt "Nie mehr Krieg". Der umstrittene deutsche Sänger Xavier Naidoo (44) hat parallel zur Debatte um den Bundeswehr-Einsatz in Syrien einen Song gegen Krieg verbreitet. Das Lied der Band Söhne Mannheims postete der Journalist Jürgen Todenhöfer am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite und seiner Homepage. "Nie mehr Krieg" wurde bis Freitagvormittag rund 2 Millionen Mal angeklickt. Der Refrain lautet: "Nie mehr Krieg. Wenn wir das nicht sagen dürfen, dann läuft doch etwas schief."

Helft uns diese Botschaft zu verbreiten!

Posted by Xavier Naidoo on Donnerstag, 3. Dezember 2015

Putin: Türkei wird Abschuss von Kampfjet noch bereuen

Trotz des ersten Treffens auf Ministerebene seit dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei ist im Streit zwischen Ankara und Moskau keine Entspannung in Sicht. Der russische Präsident Wladimir Putin drohte am Donnerstag, die türkische Regierung werde den Angriff noch bereuen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erhob nach der Anschuldigung Moskaus, Ölgeschäfte mit der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu machen, seinerseits Vorwürfe gegen Russland.

"Wir werden diese Komplizenschaft mit Terroristen niemals vergessen", sagte Putin bei seiner jährlichen Ansprache an die Nation mit Blick auf die Führung in Ankara. "Sie werden bereuen, was sie getan haben." Russland werde "nicht mit den Säbeln rasseln, aber wenn jemand glaubt, nach einem solch schändlichen Kriegsverbrechen" sei es mit der Verhängung von Wirtschaftssanktionen getan, habe er "sich schwer getäuscht", sagte Putin.

In der Nacht auf Donnerstag flogen auch erstmals britische Kampfflugzeuge Luftangriffe auf IS-Stellungen in Syrien. Nur eine Stunde, nachdem das britische Parlament das Mandat für den Militäreinsatz in dem Bürgerkriegsland erteilt hatte, bombardierten die Jets das Ölfeld Omar nahe der irakischen Grenze. Verteidigungsminister Michael Fallon sagte, die Angriffe hätten "echte Schäden" an dem Ölfeld verursacht, von dessen Einnahmen die "Terroristen" abhingen.

Bei Paris-Anschlägen attackiertes Cafe wiedereröffnet

Es ist eine schwierige Rückkehr zur Normalität: Auf den Tag genau drei Wochen nach den Anschlägen von Paris hat das erste der attackierten Lokale wiedereröffnet. Das "Cafe Bonne Biere" im elften Pariser Bezirk nahm Freitagfrüh begleitet von einem gewaltigen Medieninteresse den Betrieb wieder auf. Es gehe darum, "das Viertel wieder aufleben zu lassen", sagte Restaurantgeschäftsführerin Audrey Bily. "Wir haben einige Arbeiten vorgenommen, die Wände neu gestrichen, die Narben dieses Albtraums entfernt", sagte Bily. "Wir wollen ihnen (den Islamisten) zeigen, dass wir stärker sind als sie." Das "Cafe Bonne Biere" sei "ein Ort der Begegnungen, des Austauschs und des Teilens".

Islamistische Attentäter hatten am 13. November eine Reihe von Bars und Restaurants im Pariser Osten attackiert - darunter das nahe dem Canal Saint-Martin gelegene "Cafe Bonne Biere" und die auf der anderen Straßenseite liegende Pizzeria "Casa Nostra". Sie erschossen auf der Terrasse des "Cafe Bonne Biere" fünf Menschen. Insgesamt wurden bei den Anschlägen 130 Menschen getötet.

IS plant womöglich Anschläge in Thailand

Sicherheitsbehörden gehen Hinweisen nach, dass die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) Anschläge gegen Russen in Thailand verüben könnte. Im Oktober seien zehn Syrer mit Verbindungen zum IS in das südostasiatische Land eingereist, um russische Ziele ins Visier zu nehmen, teilte die thailändische Polizei am Freitag unter Berufung auf russische Geheimdienstinformationen mit. Vier Verdächtige seien in den Badeort Pattaya, zwei auf die Touristen-Insel Phuket und zwei in die Hauptstadt Bangkok gereist. Wo sich die beiden übrigen aufhielten, sei unklar.

Australien entzieht Terroristen Staatsbürgerschaft

Australien entzieht seinen Bürgern mit doppelter Staatsbürgerschaft künftig den australischen Pass, wenn sie wegen Terrorismus verurteilt werden oder im Ausland für eine verbotene Gruppierung gekämpft haben. Das Parlament in Canberra verabschiedete am Donnerstagabend ein entsprechendes Gesetz. Bürgerrechtsgruppen kritisierten das neue Gesetz nicht nur als unnötig. Sie beklagen auch, es entstehe eine Art Zweiklassen-Staatsbürgerschaft, denn ihren Pass können nur diejenigen verlieren, die noch einen zweiten Pass besitzen.

Kommentare

Mihael Justice

sind das nicht die plagen von denen in der bibel die rede ist?
Offenbarung 16 1-2

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