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Terror-Prozess in Klagenfurt: Angeklagter bekennt sich nicht schuldig

23-Jähriger war an die syrische Grenze gereist und hatte laut Anklage IS-Videos hochgeladen

Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen hat am Dienstag am Landesgericht Klagenfurt ein Prozess wegen terroristischer Vereinigung gegen einen 23-jährigen Bosnier begonnen. Dem Mann wird vorgeworfen, dass er sich in Syrien der Terrororganisation IS anschließen wollte, außerdem hatte er einen Youtube-Kanal betrieben, auf dem er laut Anklage den IS verherrlichende Videos hochgeladen hatte.

Der Angeklagte bekannte sich zu Prozessbeginn nicht schuldig. Es stimme zwar, dass er im Februar 2015 an die türkisch-syrische Grenze gereist war - er habe sich dort aber lediglich Kulturstätten anschauen wollen. An der Grenze wollte er sich "einen Kick" geben und zuhause in der Heimat damit angebe. An der Grenze wurde er aber festgenommen und wurde nach Bosnien abgeschoben.

Wieder zurück in Klagenfurt lud der 23-Jährige laut Anklage auf einem Youtube-Kanal den IS verherrlichende Videos hoch. Wie der Verteidiger des 23-Jährigen sagte, habe er sich anhand der Videos lediglich "informieren" wollen.

Die Verhandlung wurde am Vormittag mit der Einvernahme des 23-Jährigen fortgesetzt.

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