Terror im Irak richtet wieder verheerendes Blutbad an: 178 Tote nach Anschlagsserie

Opfer zumeist einfache Menschen beim Einkaufen Angriffe richteten sich gegen Schiiten-Wohngebiet

Eine Serie von blutigen Anschlägen in mehreren irakischen Städten hat mindestens 178 Menschen das Leben gekostet. Die Terrorangriffe richteten sich zumeist gegen schiitische Wohngebiete. Opfer waren vielfach einfache Menschen, die für das Wochenende einkaufen wollten.

In Bagdad rissen zwei Selbstmordattentäter mindestens 79 Menschen in den Tod. 81 Bewohner wurden verletzt. Die Täter zündeten ihre am Leib getragenen Bomben am Eingang und im Zentrum des Shalal-Marktes.

Etwa zur gleichen Zeit explodierten drei Autobomben in Khalis, 80 Kilometer nördlich von Bagdad. Dort kamen mindestens 43 Menschen ums Leben, 86 wurden verletzt. Bei der ersten Explosion fuhr ein Autofahrer sein mit Sprengstoff präpariertes Fahrzeug in eine Menschenmenge auf einen dicht gedrängten Markt. Im Abstand von jeweils fünf Minuten danach explodierten zwei weitere Autobomben, die offenbar gezielt Sanitäter und Schaulustige töten sollten.

Auf dem Markt herrschte ein besonders starker Andrang, weil dort zum ersten Mal seit sechs Monaten Mehlrationen der Regierung erwartet wurden. Khalis liegt in der Provinz Diyala nördlich von Bagdad. Dort kommt es seit einigen Monaten immer wieder zu Kämpfen zwischen sunnitischen Aufständischen, schiitischen Milizionären und US- amerikanischen sowie irakischen Truppen. (apa/red)