Terminänderung macht Zellhofer zornig:
Austria spielt auswärts gegen Galatasaray

Uefa änderte die ursprünglichen Spielansetzungen Austria-Coach Zellhofer: "Das ist ein Kasperltheater"

Terminänderung macht Zellhofer zornig:
Austria spielt auswärts gegen Galatasaray

Die Europäische Fußball-Union hat Bundesliga-Tabellenführer Austria Wien in Nyon zwar eine attraktive UEFA-Cup-Gruppe beschert, Trainer Georg Zellhofer aber trotzdem auf die sprichwörtliche Palme getrieben. Was den Oberösterreicher fuchsteufelswild machte: Die ursprüngliche Auslosung mit den Gegnern Girondins Bordeaux, Galatasary Istanbul, Panionios Athen und Helsingborg wurde kurze Zeit später termintechnisch und auch bezüglich des jeweiligen Heimrechts komplett umgedreht.

In der UEFA-Cup-Gruppenphase durchaus nichts Außergewöhnliches, werden für die Spielplangestaltung doch nationale Club-Konstellationen ebenso herangezogen wie klimatische Verhältnisse in den jeweiligen Austragungsorten. Und so beginnt die Austria nicht mit dem von Zellhofer als optimalen Start eingestuften Auswärtsspiel gegen Panionios, sondern mit einem "Freien Tag". Die Wiener sind zum Auftakt spielfrei und eröffnen ihre Gruppenphase erst am 8. November mit der schweren Heimpartie gegen Bordeaux.

Ursprünglich wären die Violetten gegen die Franzosen auswärts angetreten und hätten sich auf ein brisantes Heimspiel gegen Galatasaray Istanbul einstellen können. So bildet der "Kracher" gegen den türkischen Tabellenführer am 19. Dezember den Abschluss in Istanbul. Dazwischen bekommt es der österreichische Cupsieger auswärts mit dem Club von Stürmerstar Henrik Larsson, Helsingborg (29. November), und zu Hause mit Panionios (6. Dezember) zu tun. Beide Heimspiele der Austria werden im Happel-Stadion ausgetragen.

Das ist ein Kasperltheater"
Spieler und Betreuer der Austria verfolgten die Auslosung in der Therme Laa/Thaya, wo nach den englischen Wochen regeneriert und Kraft bzw. Kondition getankt wird. Zellhofer wird sich wohl um eine Entspannungsmassage bemüht haben. "Das ist ein Kasperltheater, absolut nicht nachvollziehbar und sehr ärgerlich", schimpfte der Austria-Coach und legte nach: "Wofür gibt es überhaupt eine Auslosung, wenn danach alles umgedreht wird. Demnächst wird nach Naturschutzgebieten eingeteilt."

Dass die Gruppe H für die Austria sportlich durchaus zu bewältigen ist, dabei bleibt Zellhofer aber: "Nun unter völlig anderen Vorzeichen. Dass wir zu Beginn spielfrei sind, ist für mich ein Nachteil, weil wir aus dem Rhythmus kommen. Mit einem möglichen Sieg in Griechenland hätten wir perfekt starten können und zu Hause gegen Galatasaray hätten wir 40.000 Zuschauer im Stadion gehabt und wäre vielleicht ein Unentschieden genug gewesen. In der Türkei musst du froh sein, wenn du den Flug erwischt."

Manager Kraetschmer gelassener
Manager Markus Kraetschmer sah die ganze Sache zwar ein wenig gelassener, bezeichnete das "verlorene" Heimspiel gegen Galatasaray aus wirtschaftlicher Sicht aber auch als "blaues Auge". Dennoch zeigte sich Kraetschmer mit der Auslosung "prinzipiell sehr zufrieden". "Weil sie interessante Gegner gebracht hat und trotzdem sportlich machbar scheint", so der Manager der Favoritner. "Im Quervergleich haben wir eine attraktive Gruppe erwischt, weil Platz 3, und damit ein Aufstieg, im Bereich des Möglichen liegt."

Für die Austria-Fans kündigte Kraetschmer an: "Wir werden für die Partien gegen Bordeaux und Panionios ein attraktives Angebot schnüren. Ich hoffe, es gelingt uns, schon das Heimspiel gegen Panionios zu einer Art Endspiel zu machen!"

(apa/red)