EM 2016 von

Terim will Türkei als Endrundenteilnehmer etablieren

Türkei soll nach dem Willen Terims über Jahre an der Spitze bleiben © Bild: APA (AFP)

Geht es nach Türkei-Coach Fatih Terim soll die EM- oder WM-Teilnahme nicht die Ausnahme sondern die Regel darstellen. "Ich will diese Turniere nicht ohne die Türkei sehen", erklärte die 62-jährige Trainerlegende seines Heimatlandes, dessen Auswahl erstmals seit acht Jahren wieder bei einem Großereignis vertreten ist. Am Sonntag (15.00 Uhr) trifft man zum Auftakt auf Kroatien.

"Die Türkei sollte sich regelmäßig für Europa- und Weltmeisterschaften qualifizieren - für mich ist das wichtiger als die Ergebnisse bei einem einzigen Turnier", sagte Terim gegenüber UEFA.com. "Hier zu sein, ist an sich schon ein Erfolg, und wenn man immer dabei ist, wird man irgendwann den nächsten Schritt machen."

Der erste Schritt steht am Sonntag an, wenn es zur Neuauflage des dramatischen Viertelfinales der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz kommt, als Terims Elf nach einem späten Gegentor in der Verlängerung selbst noch einmal traf und sich schließlich im Elfmeterschießen durchsetzte. Terim: "Natürlich ist Kroatien jetzt eine andere Mannschaft als damals. Die waren auch sehr gut, aber heute spielen die Spieler für größere Mannschaften - Real Madrid, Inter, Juventus, Barcelona."

"Wenn wir es aus der Gruppe mit Spanien, der Tschechischen Republik und Kroatien geschafft haben, glaube ich, dass die Türkei sehr weit kommen kann", war Terim überzeugt. Die Ausgangslage ist für Kroaten wie Türken gleich: Titelverteidiger Spanien gilt in Gruppe D als Favorit, Tschechien eher als Außenseiter. Wer am Sonntag in Paris gewinnt, hat damit schon einmal einen großen Schritt Richtung K.o.-Runde gemacht.

Das Treffen der beiden Teams ist auch eines mit einem großen Schuss Deutschland. So gehören zur kroatischen Auswahl neun aktuelle oder ehemalige Profis aus der deutschen Bundesliga. Bei der Türkei sind sogar sechs in Deutschland geboren.