Tennis-Turnier in Pörtschach: Mit Roddick kommt ein Weltstar an den Wörthersee

Nummern 3, 4 und 8 der Welt in Kärnten am Start Auch Melzer, Koubek und Peya mit von der Partie

Tennis-Turnier in Pörtschach: Mit Roddick kommt ein Weltstar an den Wörthersee

Bei seiner zweiten Auflage wartet das Hypo Group Tennis International in Pörtschach mit einer ausgezeichneten Besetzung auf: Mit Titelverteidiger Nikolaj Dawidenko (RUS/ATP-Nr. 3), dem dank Wild Card verpflichteten Andy Roddick (USA/4) und dem Kroaten Ivan Ljubicic (8) kommen gleich drei Top-Ten-Spieler der Welt an den Wörthersee. Für ein Turnier dieser Kategorie eine wirklich ausgezeichnete Besetzung. Mit von der Partie sind aber auch Lleyton Hewitt und die drei Österreicher Jürgen Melzer, Stefan Koubek und Alexander Peya.

Letzterer profitierte von der Absage des noch nicht in Turnierform befindlichen Gustavo Kuerten, der weiterhin an seinem Comeback nach einer Langzeitverletzung feilt.

Doch der Auftritt von Andy Roddick steht im Mittelpunkt des Interesses, der Kartenvorverkauf für das mit 353.450 Euro dotierte ATP-Turnier ist seit der Ankündigung rasant gestiegen. "Gegenüber dem Vorjahr haben wir im Vorverkauf eine Verzehnfachung", freute sich Turnierboss Ronnie Leitgeb.

Leistungsbezogener Vertrag
Leitgeb wird Roddick, der sich mit einem leistungsbezogenen Vertrag (zusätzliche Prämien, je weiter er kommt) einverstanden erklärt hat, mit seinem Privatjet aus München abholen. Der US-Amerikaner wird vom Turnierdirektor auch persönlich nach seinem Ausscheiden in Kärnten nach Paris geflogen. Wie vor allem der Coup mit einem der begehrtesten Spieler weltweit möglich war? "Es ist eine Kombination aus mehreren Dingen: Meine Beziehungen zu den Spielern, die Location, das persönliche Service und die Nähe zu den French Open", erklärt der frühere Muster-Trainer, der Roddick und auch einige andere Kandidaten schon in Key Biscayne auf ein Antreten angesprochen hatte.

Und natürlich auch persönliche Erinnerungen Roddicks, der 2003 - damals noch in St. Pölten - als noch junger Shooting-Star sein erstes Turnier auf Sand gewonnen hat. Für Paris war dies damals zwar kein gutes Omen (Erstrunden-Out), dafür holte Roddick wenige Monate später bei den US Open, seinen bisher einzigen Grand-Slam-Titel. Bisher hat er es auf 21 Turnier-Erfolge gebracht, der bisher letzte war im Vorjahr Cincinnati.

Paris-Generalprobe
Das Turnier, das von 1994 bis 2005 in St. Pölten ausgetragen wurde und erst im Vorjahr nach Kärnten übersiedelt ist, bleibt weiter seinem Konzept treu: In der Woche vor den French Open werden "Roland-Garros-Bedingungen" geschaffen, gespielt wird auf Originalsand aus Paris und auch mit jenen Bällen, mit denen um den zweiten Grand-Slam-Titel des Jahres gekämpft wird.

"Toll wäre, wenn Jürgen und einer der Stars möglichst weit kommen würde", ist Leitgebs Wunsch für das Nachfolge-Turnier von St. Pölten. Der Umzug aus der niederösterreichischen Metropole ins "Klein-Monte-Carlo" nach Kärnten ist mit dieser Besetzung jedenfalls endgültig geglückt. "Vor einem Jahr war es hart, aber nach einem harten Jahr Arbeit ist es geschafft."

(apa/red)