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Serena will alles

Williams macht Jagd auf auf die Grand-Slam-Rekorde von Margaret Court

Serena Williams, US Open 2013 © Bild: Getty/Stockman

US-Open-Siegerin Serena Williams scheint trotz ihrer knapp 32 Jahre noch genug Feuer in sich zu spüren, um die Jagd auf Grand-Slam-Rekordsiegerin Margaret Court fortzusetzen. Die Australierin hält bei 24 Major-Titeln, Williams fehlen noch sieben Finalerfolge auf dieser Ebene. Die US-Amerikanerin könnte frühestens in Wimbledon 2015 gleichziehen. Die Weltranglisten-Erste dürfte der Tenniswelt aber um einiges länger erhalten bleiben.

Schon jetzt ist sie die älteste US-Open-Gewinnerin in der Open Era, doch das Alter spielt für die Gewinnerin eines Karriere-Preisgelds von mehr als 50 Mio. Dollar (37,90 Mio. Euro) keine Rolle. "Ich denke nicht daran, wann ich zu spielen aufhöre. Jedenfalls wird das nicht bald sein und ich habe noch große Ziele vor mir." Im Jänner bei den Australian Open kann Williams wie schon Chris Evert und Martina Navratilova (beide USA) den 18. Major-Titel holen.

Die Weltranglisten-Erste lässt keinen Zweifel daran, worauf es ihr primär ankommt. "Ich möchte all meine Kraft in die Grand Slams stecken und dafür arbeiten." Heuer hat sie noch mehr Turniere gespielt, auch um die Nummer eins des Rankings zu holen und abzusichern. Mit heuer bisher neun Turniersiegen - einer weniger als Rafael Nadal (ESP) bei den Herren - ist ihr das auch bestens gelungen.

Serena wird leicht nervös

Williams gab in einem Gespräch mit ausgewählten Journalisten in New York zu, dass sie in besonderen Match-Phasen trotz aller Routine - ihren ersten Grand Slam hat sie 1999 17-jährig in New York geholt - leichter nervös wird als früher. So passiert mit dem Titel vor Augen im zweiten Satz des Finales gegen Viktoria Asarenka, als die Weißrussin einen Breakrückstand wettmachte und im Tiebreak den Satzausgleich geschafft hat.

"Wenn man für etwas Spezielles spielt, denkt man zu viel darüber nach", meinte Williams dahin gehend, dass sie sich mit jedem großen Erfolg fester in der Tennis-Geschichte verankert. "Im zweiten Satz habe ich einfach zu viel darüber nachgedacht. Doch dann im dritten Satz habe ich mich darum nicht mehr gekümmert." Ergebnis war ein glattes 6:1, ebenso wie einen Tag später Nadal im Endspiel gegen Novak Djokovic (SRB) den Sack zugemacht hat.

Serena Williams, US Open 2013
© Getty/Trotman Serena Williams hält bei 17 Grand-Slam-Titeln - ihr Ziel sind die 24 von Margaret Court

"In Tennis verliebt"

Ihre großen Erfolge der vergangenen 13 Monate mit dem Olympiasieg in London, zwei US-Open- und einem French-Open-Titel schreibt Williams auch ihrem Liebesleben zu. "Ich denke, dass es wichtig ist, die Liebe zu haben." Ihr Erfolgslauf lief parallel zu der Partnerschaft mit ihrem Coach Patrick Mouratoglou. Als ihre zweite Liebe bezeichnete sie ihren Sport. "Ich bin gerade eben definitiv in Tennis verliebt."

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