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Kohlschreiber zum vierten
Mal im Wiener Semifinale

Nach Zweisatz-Sieg über Schwartzman gegen topgesetzten Zverev oder Tsonga

Philipp Kohlschreiber ist am Freitag zum vierten Mal ins Semifinale des Wiener Stadthallen-Tennisturniers eingezogen. Der 34-jährige Deutsche besiegte den Argentinier Diego Schwartzman nach 1:54 Stunden mit 7:5,7:6(6) und könnte in der Runde der letzten vier auf seinen Landsmann Alexander Zverev treffen. Der topgesetzte Deutsche spielte davor aber am Abend noch gegen Jo-Wilfried Tsonga (FRA-8).

Der zweifache Kitzbühel-Sieger Kohlschreiber war froh, dass er gegen den starken Südamerikaner in zwei Sätzen erfolgreich war. "Wir hatten tolle Ballwechsel, wir beide sind ja für unser Grundlinienspiel bekannt. Vielleicht hatte ich heute auch das Quäntchen Glück", sagte der Deutsche, der seit Jahren in Kitzbühel lebt.

Im Kampf um sein erstes Wien-Endspiel trifft er entweder im deutschen Generationenduell auf Zverev oder den Franzosen Tsonga. "Sascha ist ein Riesentalent. Er ist schon die Nummer vier der Welt, die Aussichten für ihn sind ein Wahnsinn. Wenn es gegen ihn geht, werde ich versuchen, die Routine reinzubringen." Er habe gegen beide Gegner nichts zu verlieren. "Tsonga ist schon lange auf der Tour und sehr guter Hallenspieler. Tsonga hat noch die etwas bessere Vorhand, Sascha die bessere Rückhand. Aber es gibt auch für den kleinen Underdog eine Chance und die muss man nutzen."

Von einem möglichen Österreich-Double will Kohlschreiber noch nicht träumen. "Das ist noch weit weg, da will ich auch nicht daran denken. Aber ich bin natürlich happy wie meine Performance in Österreich ist. Wahrscheinlich ist es das doch etwas bessere Essen als in Deutschland", scherzte der Weltranglisten-34. Nicht nur, weil er Wahl-Tiroler ist, sondern auch, weil er seit einigen Monaten vom Oberösterreicher Markus Hipfl gecoacht wird, ist ein starker Bezug zu Österreich da.

"Markus sagt, ich darf in Österreich nicht verlieren, er baut da Druck auf", erzählte Kohlschreiber lachend. "Ich freue mich natürlich auch für ihn. Wir arbeiten ein paar Monate zusammen und es läuft hervorragend. Man weiß, es kommen auch wieder schwierigere Zeiten. Wir sind auf eine gutem Weg, haben viel Spaß und ergänzen uns gut."

Bereits zuvor hatte sich Novak-Bezwinger Kyle Edmund als erster Spieler für das Halbfinale qualifiziert. Der Brite besiegte den Deutschen Jan-Lennard Struff 6:2,7:5 und verhinderte damit die Chance auf ein Semifinale beim Erste Bank Open mit dreifacher deutscher Beteiligung. Edmund trifft am Samstag (14.00 Uhr) auf den Franzosen Lucas Pouille. Letzterer schaltete Thiem-Bezwinger und Landsmann Richard Gasquet mit 7:6(5),6:1 aus.

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