Tennis von

McEnroe schreibt Federer ab

US-Legende glaubt nicht mehr an weitere Grand-Slam-Titel des Schweizers

Roger Federer © Bild: Getty/AFP/Courtq

Für John McEnroe ist es nicht mehr vorstellbar, dass Roger Federer seiner Rekordsammlung von 17 Grand-Slam-Erfolgen einen weiteren hinzufügen wird. Der vierfache US-Open-Sieger erklärte, dass man vom 32-jährigen Schweizer in Flushing Meadows in New York nicht all zu viel erwarten könne. "Ich sehe ihn derzeit nicht in der Lage, durch alle sieben Runden zu kommen und wenigsten zwei der drei besten Jungs zu schlagen", sagte der US-Amerikaner.

McEnroe habe das Gefühl, dass Federer "von seiner Schärfe und Balance" verloren habe. "Eines der Dinge, die man bemerken kann, ist, dass er etwas langsamer geworden ist. Balance und Bewegungen sind nicht mehr wie in der Vergangenheit." Außerdem glaube er, dass Federer auch an Selbstvertrauen eingebüßt habe. Der langjährige Weltranglisten-Erste ist in New York lediglich als Nummer sieben gesetzt.

John McEnroe
© Getty/Dulat John McEnroe glaubt nicht daran, dass der Schweizer sieben Runden übersteht

Federer feierte seinen bisher letzten Turniersieg Mitte Juni in Halle. In Wimbledon unterlag er in der Runde der 64 dem Ukrainer Sergij Stachowski, im Hamburg erreichte er das Halbfinale, wo er an dem argentinischen Qualifikanten Federico Delbonis scheiterte. Bei seinem Heimturnier in Gstaad musste sich Federer bei seinem Turniereinstieg im Achtelfinale dem Deutschen Daniel Brands geschlagen geben, in Cincinnati hatte er nach einer Toppartie im Viertelfinale gegen den Spanier Rafael Nadal das Nachsehen.

Kommentare