Tennis von

Asarenka schon im Achtelfinale

Weißrussin dreht Partie gegen Alize Cornet. Kei Nishikori schreibt Herren-Geschichte.

Viktoria Asarenka in der dritten Runde der French Open 2013 © Bild: GEPA pictures/Hauer

Ein starkes Match hat Bad-Gastein-Starterin Alize Cornet am Samstag in der dritten Runde der French Open Viktoria Asarenka geliefert. Die Französin forderte die Australian-Open-Siegerin und Nummer drei des Turniers sehr, ehe sich die Weißrussin doch noch mit 4:6,6:3,6:1 durchsetzte. Auch Maria Scharapowa steht nach einem 6:1,7:5-Erfolg über Zheng Jie (CHN) im Achtelfinale, allerdings hatte auch die russische Titelverteidigerin im zweiten Satz hart zu kämpfen.

Scharapowa lag gegen die Chinesin im zweiten Durchgang immerhin schon mit 1:4 zurück. Scharapowa bekommt es nun im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale mit der aufstrebenden US-Amerikanerin Sloane Stephens zu tun. Gegen die als Nummer 17 gesetzte 20-Jährige hat die Weltranglisten-Zweite beide bisherige Begegnungen gewonnen, zuletzt erst vor rund zwei Wochen in Rom mit einem glatten 6:2,6:1.

Asarenka misst sich im Achtelfinale mit der French-Open-Siegerin 2010 und -Finalistin 2011, Francesca Schiavone. Die mittlerweile auf Platz 50 zurückgefallene, 32-jährige Italienerin hat nach Erstrunden-Niederlagen in Madrid und Rom offenbar wieder ihre Form gefunden. Wie Asarenka nahm auch Schiavone ein heißes Eisen der Franzosen aus dem Bewerb, sie ließ Marion Bartoli (FRA-13) nur drei Games.

Cornet hatte wenig charmante Worte für ihre Bezwingerin übrig. "Sie ist eine Maschine, eine Dampfwalze. Sie spielt vom ersten bis zum letzten Punkt gleich", meinte die Französin. Asarenka sah das nicht ganz so. "Ich habe mich gefühlt, als hätte ich meinen Aufschlag heute zuhause gelassen. Aber wenn ich so gewinnen kann, dann ist das ziemlich bemerkenswert", erklärte die Weißrussin und Linz-Siegerin 2013.

Nishikori schreibt Geschichte
Bei den Herren sorgte Kei Nishikori für ein kleines Stück Tennis-Geschichte, denn mit seinem 6:3,6:7(3),6:4,6:1-Erfolg über den Franzose Benoit Paire erreichte er als erster Japaner seit 75 Jahren das French-Open-Achtelfinale. Für Aufregung sorgte aber auch sein Gegner, denn der temperamentvolle Paire, der schon davor wegen Schlägermissbrauchs eine Verwarnung erhalten hatte, bekam bei 5:4 im zweiten Satz ausgerechnet beim Satzball einen Punkteabzug wegen unerlaubten Coachings. Nach Protesten auch beim Supervisor blieb der Referee bei seiner Entscheidung. Nishikori servierte trotz eines Buh-Konzerts der Zuschauer zum 5:5, verlor Satz zwei aber dennoch, ehe er sich noch in vier Sets durchsetzte.

Nishikori, in Paris als Nummer 13 gesetzt, hat sein bisher bestes Major-Resultat in Melbourne erreicht, als er 2012 erst im Viertelfinale gestoppt wurde. Er trifft nun entweder auf den spanischen Topfavorit Rafael Nadal oder den Italiener Fabio Fognini.

Melzer-Aus auch im Doppel
Für Jürgen Melzer ist nach dem schnellen Aus im Einzel auch der Doppel-Bewerb an der Seite von Leander Paes nach Runde zwei bereits vorbei. Dabei hatten er und sein indischer Partner Leander Paes den Sieg insgesamt fünf Mal auf dem Schläger. Das als Nummer neun gesetzte Duo musste sich nach fünf vergebenen bzw. abgewehrten Matchbällen den Südamerikanern Pablo Cuevas/Horacio Zeballos mit 7:5,4:6,6:7(6) geschlagen geben. Damit sind im Herren-Doppel aus ÖTV-Sicht nur noch Alexander Peya mit Bruno Soares (BRA) und Oliver Marach mit Christopher Kas (GER) im Einsatz (jeweils in Runde zwei).

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