Temperaturen bis zu 46 Grad: Extremhitze hat Süden Europas weiter fest im Griff

Dutzende Menschen starben schon an Hitzschlägen In vielen Gebieten bereits Brunnen ausgetrocknet

Temperaturen bis zu 46 Grad: Extremhitze hat Süden Europas weiter fest im Griff

Die Hitze hat den Südosten und Süden Europas weiter fest im Griff. Heiße Winde aus Afrika brachten Temperaturen von bis zu 46 Grad auf die italienische Mittelmeerinsel Sizilien. In Griechenland und Rumänien wurden in vielen Regionen mehr als 40 Grad gemessen. In Montenegro und Bulgarien lagen die Temperaturen bei weit über 35 Grad. Dutzende Menschen starben an Hitzeschlägen; Fabriken und Behörden schickten ihre Mitarbeiter schon nach Hause.

Seit Beginn der Hitze in Griechenland am vergangenen Freitag sind dort mittlerweile mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Zwei Männer befanden sich nach einem Hitzschlag im kritischen Zustand. "Ihre Körpertemperatur betrug 42 Grad, als sie zu uns ins Krankenhaus gebracht wurden", sagte ein Klinikarzt auf der Insel Kreta im griechischen Radio. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 65 Menschen wegen Hitzschlags in Klinken gebracht.

In den südlichen Landesteilen Griechenlands wurde die Feuerwehr zu rund 65 Waldbränden gerufen. Sie konnte die Feuer aber noch rechtzeitig löschen, berichtete der Rundfunk. Staatliche Stellen schlossen bereits um 12.00 Uhr ihre Büros. Weil die Klimaanlagen überall auf Hochtouren liefen, drohten vielerorts Stromausfälle.

In Rumänien ist die Zahl der Todesopfer indes auf knapp 30 gestiegen. Allein am Dienstag starben vier Menschen wegen der Hitze, teilte das Gesundheitsministerium in Bukarest mit. Mit mehr als 40 Grad erreichten die Temperaturen Rekordwerte. Weil keine Abkühlung in Sicht ist, berief Ministerpräsident Calin Popescu-Tariceanu für Mittwoch eine weitere Krisensitzung ein. Dabei soll es vor allem um die Wasserversorgung gehen. In vielen Gebieten sind bereits Brunnen ausgetrocknet, und der Wasserstand ist stark gesunken.

Auch in Italien leiden die Menschen unter der Hitze. In Palermo auf Sizilien lagen selbst die Nachtwerte noch bei rund 37 Grad. In der Fiat-Fabrik im sizilianischen Termini Imerese und in anderen Unternehmen wurden die Mitarbeiter nach Hause geschickt, weil die Arbeit an den heißen Öfen unzumutbar geworden war. In Bulgarien wurde die Arbeitszeit im Straßenbau bis zum Mittag verkürzt. Zudem galt ein Fahrverbot für schwere Lastwagen am Nachmittag, um die von der Hitze aufgeweichten Fahrbahnen nicht zu beschädigen.

(apa/red)