Telekom-Skandal von

Sauteurer Blaulichtfunk

Vollausbau des Projekts kostet den Bund mehr als eine Mrd. Euro

Telekom-Skandal - Sauteurer Blaulichtfunk © Bild: Corbis

Die Affäre um die Vergabe des Blaulichtfunks wird immer dubioser - und vor allem sehr teuer. Alleine heuer fallen 17 Millionen Euro an Bundeszahlungen an, im Vollausbau muss der Staat 25 Jahre lang jährlich 40 Millionen Euro an das Betreiberkonsortium Tetron zahlen, hieß es aus dem Innenministerium. Das macht nur für das Vierteljahrhundert ab Vollausbau eine Milliarde Euro aus.

Dazu kommen die bereits angefallenen Kosten und die bereits getätigten sowie weitere Zahlungen der Länder für die Standorte und Digitalfunkgeräte. Verantwortlich für die Vertragsauflösung und die Neuvergabe war der damalige Innenminister Strasser.

Dubiose Vorgänge
Dabei ist nicht einmal klar, wer in dem Tetron-Konsortium sitzt - also an wen Staat und Länder zahlen. Denn laut einer gemeinsamen Aussendung von Telekom Austria, Motorola und Alcatel aus dem Jahr 2004, in der sich diese Unternehmen über den Zuschlag des Innenministeriums freuen, besteht das Anbieter-Konsortium eben aus diesen drei Konzernen. Laut Innenministerium ist aber die Telekom nur ein Subunternehmer.

Ebenso dubios ist die damalige Vertragsauflösung mit dem ursprünglich siegreichen Konsortium Mastertalk (Siemens, Verbund, Wiener Stadtwerke, RZB). Laut Innenministerium löste Mastertalk damals den Vertrag auf.

Was war die Leistung?
Weiterhin völlig unklar ist auch, warum die Republik nach der Vertragsauflösung an Mastertalk fast 30 Millionen Euro in einem Vergleich gezahlt hat und damals Stillschweigen über die Zahlung vereinbart hatte. Unterzeichnet wurde der Vertrag mit Mastertalk von Strasser, der auch für die Auflösung und die umstrittene Neuvergabe verantwortlich war.

Kommentare

Rollerfahrer melden

Blaulicht bei diesen enormen Kosten sollte es funktionieren wie GESCHMIERT.

keinbrauner melden

Re: Blaulicht Geschmiert war es. Nur laufen tut es nicht.

Politische Fehlentscheidungen Politische Fehlentscheidungen (Vergaben, Gesetze, Gelder in den EU Topf, usw) kosten den Steuerzahler jährlich Unsummen des hart verdienten Steuergeldes ohne dass der Souverän tatsächlich einen Nutzen aus diesen Zahlungen hat. Was hält uns Steuerzahler davon ab, Regressanspruche gegen solche Politiker zu stellen, die nachweislich wider bessen Wissens Fehlentscheidungen getroffen haben? Oder hat der Souverän am Ende gar keine Rechte und das Volk ist tatsächlich das wofür es von den meisten Politikern gehalten wird - dummes Stimmvieh ?

warum läuft dieser noch frei herum Warum läuft der Verbrecher Strasser noch immer frei herum ?
Käme dann vielleicht heraus, dass die Gaunereien der Minister nicht erst nach der Ära Schüssel (wie er bei seinem weinerlichen Abschied erklärt hat) begangen wurden.

Das Geld könnte man besser anlegen!!! Das Geld für Soziales wird immer mehr gekürzt.
Das Geld für Bildung wird immer weniger.
Nur das Geld für die oberen 10tausend wird immer mehr und Strafen haben sie auch keine zu befürchten. Da ja alles was sie machen als Kavalirsdelikt abgehandelt wird.
Immer auf die Schwächeren den die können sich ja nicht wehren.

aufzeig

fragt eben den Strasser das da einer wieder gelobbt hat und den Staat geschädigt hat ,sollte der nächste Richter als Thema behandeln.

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