Walter Meischberger von

Telekom-Parteipende an FPÖ

Auffällige Barabhebungen nach 600.000 Euro-Provision von Porr-Tochter UBM

Walter Meischberger © Bild: APA/Fohringer

Bei der schon lange bekannten Telekom-Zahlung an die freiheitliche Wochenzeitschrift "Neue Freie Zeitung" vom Dezmber 2004 soll es sich laut Gutachten des Sachverständigen Matthias Kopetzky um eine "Parteispende der Telekom Austria" an die FPÖ gehandelt haben, berichtete das Nachrichtenmagazin "profil" am Samstag in einer Vorabmeldung. Offiziell diente das Geld der "Platzierung von Persönlichkeiten und Produkten" der Telekom in der "Neuen Freien Zeitung". Telekom-Inserate seien im fraglichen Zeitraum allerdings nicht geschaltet worden.

Ursprünglich waren sogar 192.000 Euro vorgesehen, heißt es weiter. Doch Lobbyist Walter Meischberger, über dessen Agentur das Geschäft abgewickelt wurde, soll abredewidrig 72.600 Euro einbehalten haben.

Weitere 600.000 Euro brutto soll Meischberger 2005 von der im Naheverhältnis zum Baukonzern Porr stehenden Immobiliengesellschaft UBM für die Vermittlung eines Objekts in der Wiener Brehmstraße 14 an Abteilungen des Finanzministeriums erhalten haben. Da Meischberger in auffallender zeitlicher Nähe zu diesem Geschäft, das offiziell als Beratungshonorar für ein Hotelprojekt verbucht worden war, knapp mehr als 240.000 Euro bar von seinen Privatkonten abhob, schreibt der Gutachter: "Wir haben - Stand heute - den Eindruck gewonnen, dass die Abhebung der Gelder wohl zur Weitergabe an eine andere, wie auch immer in das Geschäft eingebundene Person stattgefunden hat."

Grasser involviert?

Der damalige Finanzminister Karl-Heinz Grasser war "seinen Angaben nach nicht in dieses Projekt involviert", so der Gutachter: "Wobei sich die Frage stellt, auf welcher Ebene im BMF die Entscheidung in Bezug auf eine Großimmobilie gefällt wird, wenn der Minister dabei völlig außen vorgelassen wird.“

Der Sachverständige hält es im übrigen für denkbar, dass auch der 4.680 Euro teure Seychellen-Urlaub Grassers und dessen damaliger Lebensgefährtin im Jahr 2004, den Meischbergers Agentur ZehnVierzig bevorschusst haben will, über Umwege von der Telekom bezahlt wurde. Grasser hat stets betont, für den Urlaub zur Gänze selbst aufgekommen zu sein.

Grüne sehen Verdachtsmomente bestätigt

Die von "profil" aus einem Sachverständigen-Gutachten zitierten Verdachtsmomente gegen den Lobbyisten Walter Meischberger in der Telekom-Parteispendencausa sind Wasser auf die Mühlen der Grünen. "Nun ist es amtlich: Meischberger leistete Botendienste für FPÖ-Parteizeitungsspenden und illegale Provisionen", so die Abgeordnete Gabriela Moser am Samstag in einer Aussendung.

Der deutsche Gutachter bestätige Erkenntnisse des Korrutions-U-Ausschusses und Verdachtsmomente der Grünen. Was sie seit 13 Jahren vermutet habe, von Medien seit Jahren immer wieder berichtetet wurde und was teilweise auch Gegenstand des Korruptions-Untersuchungsausschusses war, habe nun ein amtliches Gutachter-Gütesiegel.


In den verdächtigen Provisionszahlungen bei Immobiliendeals und in deren Aufteilung sieht Moser ein seit dem U-Ausschuss bekanntes Muster. "Jetzt ist es an der Zeit, dass Meischberger endlich das Geheimnis des Bargeldempfängers lüftet, um Licht ins Dunkel zu bringen und Strafminderung zu erreichen", so Moser.

Kommentare

brauser49
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Jetzt steht das tagelang im Netz - und niemand bei NEWS korrigiert diesen Fehler (im TITEL !!!). Stellt doch einen Lehrling ein der die groebsten Fehler ausmerzt. Minus 5, setzen !

brauser49
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Und NEWS fragt ständig "Ihre Meinung interessiert uns" - Nein, das geht ihnen am A..... vorbei !

Sagenhaft-und Jörgs Erfindungen wie immer vorne weg. Aber wenn dann Politikverdrossenheit und Extremismus sich breitmachen, bricht wieder der große Jammer aus. Der Staat hätte jetzt die Pflicht, die einschlägigen Stellen aufzurüsten, sowohl was das Personal als auch was die Mittel betrifft und systematisch den Sumpf zu durchstöbern, von oben nach unten und von links nach rechts, sonst bleibt es wieder an Unterläufeln hängen. Und man stelle den Rechtsgelehrten der Staatsanwaltschaften endlich Wirtschaftsexperten bei, sonst ist es aussichtlos.

Ignaz-Kutschnberger

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...Mir kommt das Mittagessen hoch!!! Kaum ein Tag wo es einem den Magen nicht umdreht...
Bei der Wahl wähl ich die Chinesen, weil bei denen gibt's auch für Politiker noch öffentliche Hinrichtungen!!

Ignaz-Kutschnberger
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Man kann nur noch den SCHÄDEL schütteln...
...die MAFIA in Sizilien ist ja dagegen ein ehrlicher Verein!!

Ignaz-Kutschnberger
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JETZ weiß ich warum früher die Telefonrechnungen immer so immens hoch waren bei der Telekom!! DANKE DANKE und nochmals DANKE!!!

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