tele.ring verzichtet auf Vertragsbindung:
0-Euro-Handys dafür nicht mehr im Angebot

Zwei Modelle sollen weiterhin "leicht gestützt" bleiben Marketingleiter sieht darin keine Antwort auf Orange

tele.ring verzichtet auf Vertragsbindung:
0-Euro-Handys dafür nicht mehr im Angebot © Bild: tele.ring

tele.ring geht neue Wege bei der Kundenwerbung. Der viertegrößte Mobilfunker bietet ab dem morgigen Mittwoch alle Verträge auch ohne Vertragsbindung an, dafür gibt es aber keine 0-Euro-Handys mehr. Stattdessen werden zwei Modelle "leicht gestützt" um 99 Euro angeboten, der Vertrag dafür kann jeweils zum Monatsende gekündigt werden. Aktivierungsentgelt fällt keines an.

Für alle anderen Neukunden besteht weiterhin die Möglichkeit, mit einer 24-Monate-Bindung zu einem stark gesponserten Handy zu kommen. Außerdem gilt der "Immer-Preis", sprich nicht 0 Euro für die ersten sechs Monate und dann beispielsweise 30 Euro für die restlichen 18 Monate monatlichen Entgelt, wie das beim Mitbewerb üblich sei.

Laut tele.ring-Marketingleiter Thomas Kicker sind derzeit rund 500.000 freie Handys in Verwendung, Tendenz steigend. Diesen Trend weg von der jahrelangen Vertragsbindung wolle man mit der neuen Tarifpolitik unterstützen. Außerdem heizt tele.ring mit neuen Internet- und SMS-Tarifen sowie Auslandsgebühren weiter den Preiskampf an. Begleitet wird die Offensive mit einer neuen Werbekampagne, bei der wieder auf den Inder gesetzt wird. Dieser habe sich innerhalb kürzester Zeit zu einer Kultfigur entwickelt, so Kicker am Dienstag vor Journalisten.

Orange: Überrascht, aber unbeeindruckt
Eine Antwort auf den Marktstart von Orange (vormals One) sieht er in den neuen Angeboten nicht. Bisher habe keine Wechselwelle zu Orange eingesetzt, betonte Kicker. Vielmehr sei man überrascht, dass Orange, eine Tochter der France Telecom, so sehr auf Preiskampf und weniger auf Qualität setze. Er gab sich aber zuversichtlich, den längeren Atem zu haben, schließlich sei der Markenwechsel von One zu Orange sehr teuer gewesen, und das würden nun wohl die Kunden zahlen. Orange hat nach Eigenangaben für die Rebranding-Kampagne 20 Mio. Euro in die Hand genommen. Weiters ist Orange seit kurzem Sponsor des Wiener Fußballclubs Rapid. (apa/red)