Teamkapitän Ivanschitz: "Müssen uns
jetzt wieder aufs Sportliche konzentrieren"

Für den Kämpfer Payer nicht die erste Verletzung Seine Mitspieler wünschen ihm schnellste Genesung

Teamkapitän Ivanschitz: "Müssen uns
jetzt wieder aufs Sportliche konzentrieren" © Bild: APA/Jäger

Die österreichischen Teamspieler haben sich vom Schicksal Helge Payers betroffen gezeigt. Der Rapid-Goalie musste das ÖFB-Camp mit dem Krankenwagen Richtung Wien verlassen, nachdem bei ihm ein Teilverschluss von einzelnen Venen im Bauch festgestellt worden war.

Für den Oberösterreicher, der möglicherweise monatelang ausfällt, wurde Hoffenheim-Keeper Ramazan Özcan nachnominiert, das Rennen um das EM-Einserleiberl machen sich nun Alexander Manninger und Jürgen Macho untereinander aus. Letzterer bot gegen Nigeria eine praktisch fehlerfreie Leistung, wollte sich darüber angesichts der Payer-Erkrankung aber nicht freuen. "So etwas wünscht man niemandem. Das hat die ganze Mannschaft sehr getroffen", meinte der Schlussmann von AEK Athen und wünschte seinem Ex-Rapid-Kollegen baldige Besserung. "Er hätte es sich verdient gehabt, bei der EM dabei zu sein."

Ähnlich äußerte sich Kapitän Andreas Ivanschitz, nach eigenen Angaben nicht nur "Fußballer-Kollege, sondern auch ein sehr guter Freund" von Payer. "Es war keine leichte Situation, als wir davon erfahren haben. Ich wünsche ihm viel Kraft und dass er bald zurückkommt. Er ist ein Kämpfer", erklärte der Burgenländer, forderte aber auch: "Trotzdem müssen wir uns jetzt wieder auf das Sportliche konzentrieren."

Auch Stranzl sehr betroffen
Roman Kienast widmete dem Patienten sein Tor gegen Nigeria und Martin Stranzl wies mit Bedauern darauf hin, dass er aufgrund von Verletzungen oder Rotationen schon seit August 2006 (1:2 in Graz gegen Ungarn) nicht mehr mit Payer in einer ÖFB-Mannschaft spielte.

Teamchef Josef Hickersberger zeigte sich von den Geschehnissen geschockt. "Wir haben einen schweren Schicksalsschlag erlebt. Es war für uns alle - nicht nur für die Spieler und Trainer, auch für Rapid - ein schlimmer Tag. Auf der anderen Seite muss man froh sein, dass das Problem schnell erkannt wurde, sonst hätte es zu einer Katastrophe führen können."

Der Coach sah sich durch den Payer-Ausfall in seiner Vorgehensweise bestätigt, mit der Vergabe des Einserleiberls lange zuzuwarten. "Wenn Payer die Nummer eins gewesen wäre, hätten wir jetzt noch ein größeres Problem gehabt, weil man dann sagen würde, wir gehen mit der Nummer zwei ins Turnier." (apa/red)

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