Krankenhäuser von

Team Stronach: Spitäler
sollen in Bundesverwaltung

Gesundheitssprecher Franz: Landesfürsten und Bezirkskaiser entmachten

Das LKH Innsbruck von innen. © Bild: APA/ROBERT PARIGGER

Das Team Stronach fordert radikale Strukturänderungen im Gesundheitswesen. Sämtliche öffentlichen Spitäler sollten den "Landesfürsten und Bezirkskaisern" entzogen und in die Trägerschaft des Bundes übertragen werden, sagte Gesundheitssprecher Marcus Franz am Donnerstag in einer Pressekonferenz. Auch die Zusammenlegung der Krankenkassen verlangte er.

Träger sollte der Bund sein, als Betreiber der 122 öffentlichen Krankenhäuser könnten aber Private aktiv werden, meinte Franz. Dadurch (und durch Bettenabbau und Standortschließungen) könnte man ein Drittel der zwölf Mrd. Euro einsparen, die derzeit jährlich für die stationäre Versorgung ausgegeben würden, zeigte er sich überzeugt. Das Geld sollte in den niedergelassenen Bereich fließen.

Team Stronach: Kein Ärztemangel

Auch dort brauche es eine ordentliche Planung und zentrale Steuerung, so Franz weiter. Einen Ärztemangel gibt es seiner Ansicht nach nämlich nicht, Österreich sei hinter Griechenland mit 4,75 Ärzten auf 1.000 Einwohner sogar Vize-Europameister. Vielmehr handle es sich um ein Problem der Verteilung. An der Mischfinanzierung aus Krankenversicherungsbeiträgen und öffentlichen Mitteln will er festhalten, aber mehr in Richtung Steuerfinanzierung rücken.

Kritik am Ärztegesetz

Kritik übte er auch am jüngst beschlossenen Ärztegesetz. Dass Mediziner nach der Ausbildung im Ausland bei der Rückkehr nochmals eine österreichische Arztprüfung absolvieren müssten, sei ein katastrophales Zeichen für die Jungärzte. Passiert sei dies durch den Entfall eines Absatzes des alten Gesetzes, der die Anrechnung geregelt hatte. "Wenn der erste klagt, fällt das sowieso", sagte Franz. Seine Fraktion will nun eine Änderung beantragen.

Kommentare

Es darf nicht immer alles nur an der Rentabilität gemessen werden! In einer schwach besiedelten Region ein Spital als unrentabel zu schliessen, mag wirtschaftlich sein. Wenn aber das nächste Spital rund eine Stunde entfernt ist, möchte ich dort keine Herzinfarkt erleiden.

Alle Spitäler unter einem Hut klingt zwar verlockend, bedeutet aber auch extreme Machtbündelung. Zentralistische Systeme und Machtbündelung sehe ich nicht als wünschenswert. Wildwuchs gehört natürlich abgestellt. Eine genauere Angabe, wo eingespart werden kann und wieviel das wirklich bringt, wäre absolut nötig, um eine Meinung bilden zu können.

Durch die Zusammenlegung der SV-Träger läßt sich vermutlich wesentlich weniger einsparen, als manche glauben. Die GKK sind ja immer nur in "ihrem" Bundesland vertreten (also keine Außenstellen) und die Anzahl der Versicherten ändert sich auch nicht.

Nie und nimmer!
Wo kommen wir da hin wenn für eine Funktion nur mehr eine einzige Stelle zuständig wäre.
SPÖ+ÖVP beharren darauf weiterhin JEDE Funktion gleich 10 fach zu besetzen und zu verwalten (im Bund und Ländern, alle 10 mit gleichen Aufgaben)

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