Team Stronach von

Frank Stronachs „Wecker“

Hary Raithofer weckte einst die Ö3-Hörer und soll nun Partei-Kommunikation beleben

Hary Raithofer hebt die Hände und setzt zum Absprugn an. © Bild: News Vukovits Martin

Frank Stronach hat wieder einmal einen neuen Berater: Der ehemalige Ö3-Moderator Hary Raithofer, der mittlerweile als Berater für Kommunikation und Werbung tätig ist und bei der Austrian Airlines Fokker-Maschinen fliegt, soll das Beraterteam Stronachs verstärken. Zahlreiche andere Berater, wie der umtriebige einstige Eurofighter-Volksbegehrer Rudolf Fußi und der Westbahn-Mitgründer Stefan Wehinger haben nach Turbulenzen um das Team Stronach Tirol, bereits das Handtuch geworfen. Stronach selbst kritisierte unterdessen die Gewerkschaften.

Wie der „Kurier“ berichtet, steht nun offenbar Hary Raithofer beim Team Stronach ante portas. Er soll als Berater in Sachen Werbung und Kommunikation tätig werden. Eine politische Karriere ist hingegen offenbar nicht geplant.

Doch damit soll der Beraterstab des Austrokanadiers keinesfalls vollständig sein, denn der „Kurier“ berichtet auch von Gerüchten, dass Stefan Petzner möglicherweise schon bald vom BZÖ in das Wahlkampfteam von Stronach wechselt.

Stronach legt sich mit Gewerkschaften an

Frank Stronach legt sich mit den Gewerkschaften an. In der "Kronen-Zeitung" (Freitag-Ausgabe) hält der austro-kanadische Milliardär die Arbeitnehmervertretung für nicht mehr notwendig und sein Klubobmann Robert Lugar konkretisiert: "Wir brauchen die Gewerkschaften nicht, sie blockieren doch alles." Der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) im ÖGB, Wolfgang Katzian, sieht darin autoritäre Ansagen, die die Gewerkschaft in ihrem Einsatz für Demokratie und Freiheit bestärken. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos sieht sich in seiner Auffassung bestätigt, dass mit Stronach "kein Staat zu machen ist".

"Keine Regierung, keine Gewerkschaft kann Arbeitsplätze garantieren. Die beste Garantie für Arbeitsplätze ist, wenn Management und Mitarbeiter gut zusammenarbeiten", zitiert die "Kronen-Zeitung" Stronach. Lugar erläutert diese Aussagen: "Frank sieht das so: Die Gewerkschaften brauchen wir nicht - er sorgte ja als Unternehmer immer selbst gut für seine Mitarbeiter." Der Klubobmann will die Gewerkschaften zwar "nicht verbieten, aber zurückstutzen".

Für Darabos verdeutlichen die Angriffe Stronachs auf die Gewerkschaften dessen "arbeitnehmerfeindliche Gesinnung". Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer erwartet sich auch eine klare Distanzierung von ÖVP und Grünen, von den Attacken Stronachs auf die Gewerkschaften. In Salzburg verhandeln ja derzeit diese beiden Parteien mit dem Team Stronach über eine künftige Koalition.

Differenzen innerhalb des Team Stronach

Das Team Stronach ist sich bezüglich der Einschätzung der Gewerkschaften offensichtlich nicht einig. Während Frank Stronach und sein Klubobmann Robert Lugar der Auffassung sind, dass man die Arbeitnehmervertretung nicht brauche, bezeichnete der Salzburger Obmann des Teams, Hans Mayr, die Gewerkschaften des ÖGB als "wichtige Säulen unserer demokratischen Ordnung". "Die tagtägliche Arbeit von ÖGB, Gewerkschaften, BetriebsrätInnen, PersonalvertreterInnen und JugendvertrauensrätInnen hat mit dazu beigetragen, unserem Land Wohlstand und sozialen Frieden zu bringen", stellte Mayr in einer Aussendung fest.

Betriebliche Mitbestimmung hält Mayr für "wichtige Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Daran ist nicht zu rütteln". Gleichzeitig stellte aber auch klar, das Kritik an einzelnen Vertretern der Gewerkschaften und katastrophalen Fehlentwicklungen wie Konsum und BAWAG möglich sein müssten. Stronach hatte laut Lugar argumentiert, dass er die Arbeitnehmervertretung nicht brauche, weil er ja als Unternehmer immer selbst gut für seine Mitarbeiter gesorgt habe.

Neben ÖGB und SPÖ übten auch Grüne und Freiheitliche Arbeitnehmer heftige Kritik an den Aussagen Stronachs. Der Grüne Sozialsprecher Karl Öllinger meinte, es sei nichts Neues, dass Stronach Probleme mit der Demokratie habe. "Dass er jetzt schon bestimmen will, wer am demokratischen Prozess teilhaben darf und wer nicht, ist aber eine erschreckend neue Dimension." Der Bundesobmann der Freiheitlichen Arbeitnehmer, Bernhard Rösch, bezeichnete Stronach als "Arbeitnehmerfeind schlechthin".

Kommentare

Urlauber2620

Der hat für seine Arbeitnehmer noch nie gut gesorgt sondern nur seine Taschen gefüllt auf Kosten anderer.
Und nachdem Hans Mayr nicht die Meinung Stronachs vertritt wird er die Fürsorge Stronachs demnächst erfahren und aus dem Team fliegen wie einige seiner Mitstreiter. Der will unbedingt amerikanische Methoden einführen und schon aus diesem Grund ist er für unser Land untragbar.

brauser49

Stronach lehnt Gewerkschaften strikt ab, dass Sozialpartnerschaft aber so am besten funktioniert hat (und will und wird) der Kanadier nie begreifen und jeder der ihn einer seiner Firmen arbeitet wirds wohl begreifen muessen !

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Nicht nur die haben das Handtuch geworfen. Ich auch.

Ich wollte in den Salzburger Wahlkampf die Forderung einbringen

Wir zerschlagen die Immobilienblase!
Stadtnahes wohnen mit Garten im Plusenergiehaus,
nicht als unleistbarer Luxus sondern als der neue soziale Wohnbau

2 km² "Solares Bauland" für den Flachgau
Wohnraum für 20.000 Menschen
Stromertrag wie 2 Salzachkraftwerke

Die Planungsunterlagen zum Solaren Bauland:
http://www.pege.org/innovation/land-for-energy.htm

Aber die Partei hat jeden Gesprächstermin mit den Spitzenkandidaten verweigert. Daher mein Protest bei der Wahlkampfpartie am 5. Mai:
http://politik.pege.org/2013-team-stronach/wahlparty-salzburg.htm

brauser49
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Wuerd mich ja freuen wenn sie das Handtuch geworfen haben, aber noch glaub ichs nicht !

giuseppeverdi melden

Wer ist bitte ein Raithofer? Muss man den wirklich kennen? Hat er den auch vom BZÖ "eingekauft oder was und heißt die Truppe vom "Franky" jetzt Team Stronach-BZÖ?

giuseppeverdi melden

Ach ja noch eine Frage? Wer Herr/Frau "founder" sind Sie wenn Sie etwas in den Landtag einbringen wollten oder sind Sie nur ein Wichtigtuer der unter dem Synonym "founder" sich wichtig macht? wer so fleißig wie Sie zu sein scheint, muss doch ein Politiker von den Grünen sein oder?

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@brauser49 In einer normalen Partei hätte eine solche Aktion zu einer politischen Diskussion geführt.

Nicht so im Team Stronah, die Fans sind so unpolitisch wie die Teilnehmer einer Bergwanderung mit Hansi Hinterseer. Diese Leute haben nichts mit Politik am Hut, de verehren nur die Leistungen eines Frank Stronachs als Firmengründer.

brauser49
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Ja, geh doch Bergwandern mit Hansi - aber bitte verschon uns mit Planungsunterlagen und Gedanken !

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