Team Stronach von

Frank stellt sich in Kärnten vor

Auftaktveranstaltung für Landes-Ableger - mit Gerhard Köfer an der Spitze

Stronach in Kärnten © Bild: APA/Eggenberger

Mit obligatorischer Blasmusik hat in Pörtschach am Wörthersee die Auftaktveranstaltung für den Kärntner Ableger des "Team Stronach" begonnen. Die Bewegung will mit dem ehemaligen SPÖ-Mitglied und Spittaler Bürgermeister Gerhard Köfer an der Spitze bei der Landtagswahl im kommenden Frühjahr antreten.

Vor knapp 600 Anhängern hat Milliardär Frank Stronach in Pörtschach sein Team für die Kärntner Landtagswahl präsentiert. Umrahmt von Blasmusik und Kärntner Chorgesang stellten sich die Neuzugänge der Partei vor - Gemeindepolitiker, die bisher bei SPÖ bzw. Grünen waren, und eine Personalentwicklerin. Schon den Tag über hatten Stronach und Spitzenkandidat Gerhard Köfer Veranstaltungen in Kärnten besucht.

Wahlliste noch nicht fix

Dass Köfer seinen SP-Vize an der Spitze der Bezirksstadt Spittal an der Drau, Hartmut Prasch, mit zum Team Stronach nahm, ist bereits bekannt. Ein weiterer Listenplatz wird mit Daniel Steiner besetzt, bisher SPÖ-Gemeinderat im Bezirk Villach-Land. Von den Grünen stieß Martin Rutter aus Köttmannsdorf zum Team Stronach. Die Frau im Team wird Isabella Theuermann, Personalentwicklerin aus dem Bezirk Wolfsberg. Laut Köfer steht mit dem Team aber noch nicht die Wahlliste fest.

Köfer über Stronach: "Lebende Legende"

Spitzenkandidat Köfer streute Parteichef Frank Stronach Rosen: "Er ist eine lebende Legende geworden. Er ist ein lebendes Idol für viele. Die ganze österreichische Bevölkerung schätzt sein Werk. Frank Stronach ist für mich das Gesicht Österreichs, vergleichbar mit Arnold Schwarzenegger. Er ist ein väterlicher Freund geworden." Für die kommende Landtagswahl sei seine neue Partei bereit, so Köfer. "Wir haben ein tolles Team. Wir haben ein Programm, es ist ja nicht so, dass wir kein Programm haben. Wir haben ein tolles Programm!"

"I bin einer von euch"

Den Abschluss bildete die Rede von Stronach selbst. "I bin einer von euch!", gab sich der Austrokanadier volksnah. "Meine Mutter war eine Kärntnerin." Anschließend erzählte er von seinen ersten Jahren in Kanada, vom Hunger, den er litt, und der harten Arbeit, die er leistete. Dann ging es ans Politische. Eine Abfuhr erteilte Stronach dem Sozialstaat: "Die Regierung kann dir nichts geben, was sie dir vorher nicht wegnehmen." Dabei würden "vielleicht 80 Prozent" verschwendet. Gleichzeitig ließ er wissen: "Die Kluft ist zu groß zwischen Reichen und Armen, zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer." Eine Gesellschaft könne nur daran bemessen werden: "Wie leben die Leute auf der untersten Stufe?"

Flexible Währung

In punkto Wirtschaftspolitik blieb Stronach auf bekanntem Boden: "Die gemeinsame Währung hat Europa auseinanderdividiert, nicht harmonisiert." Das Budget müsse ausbalanciert sein, die Verwaltung gehöre abgebaut. "Wir haben so viel Verwaltung! 21 Sozialversicherungen! Eine würde genügen." Das Steuersystem würde Stronach gern vereinfachen und die Wirtschaft ankurbeln. Außerdem brauche Österreich "ein gutes Gesundheits- und Bildungssystem". Zudem erneuerte Stronach seine Forderung nach nationalen Währungen: "Jedem Land seinen eigenen Euro. Wir brauchen eine flexible Währung. Man kann alles mit Kreditkarte bezahlen. Technisch wäre das kein Problem."

Ein Tag in Kärnten

Frank Stronach selbst hatte bereits den gesamten Samstag in Kärnten verbracht. Er besuchte den traditionellen Wiesenmarkt in St. Veit an der Glan und schrieb Autogramme in der Klagenfurter Innenstadt. Zudem sah er sich das Klagenfurter Fußball-Lokalderby in der Regionalliga Mitte zwischen dem Slovenski Atletski Klub (SAK) und der Austria Klagenfurt an. Die Partie endete übrigens torlos.

Zahlreiches Händeschütteln

Vor Beginn der Präsentation schüttelte Stronach im Foyer zahlreiche Hände. Hauptsächlich Männer im fortgeschrittenen Alter traten an den 80-jährigen Neo-Politiker heran, stellten sich vor und überreichten ihre Visitenkarten.

Kommentare

Hans Huber du solltest dich besser informieren statt kritisieren. Frank Stronach ist mittlerweile der beliebteste österreichische Politiker und sein -erster- Abgeordneter Köfer einer der erfolgreichsten Roten im ganzen Land. Schau dir dem seine Bilanz an und dann redest weiter.
Frankie Boy ich wünsch euch alles Gute, unsere Stimmen sind euch sicher.

hans huber melden

Also nachdem was ich jetzt von Strohsack so gesehen und gehoert habe ist meine Entscheidung gefallen :da handelt es sich um eine person ident mit Lugner ,nur ein bisschen feiner aber in keinster Weise waehlbar .Der Auftritt im TV mit Frau Maischeberger ein einziger Wirr warr und so richtig als oesterreicher zum fremdschaemen

Ignaz-Kutschnberger
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@hans huber... Lieber Huber Hans, Sie haben völlig RECHT...ich schäme mich auch schon fremd...aber dafür, dass es in Österreich durch korrupte und unfähige Politiker schon soweit kommen ist, dass schon 80jährige auf die Barrikaden steigen müssen, um aufzuzeigen, dass es in Österreich und in der EU nicht so weitergehen kann... dafür schäme ich mich...nicht für für einen Strohsack Franzl...

Ignaz-Kutschnberger

Ich habe noch eine ganz ganz ganz große BITTE an den Stronach Frank: Du FRANK kannst dir diesen Aktionskünstler von anno 1968 in dein Team holen der mitverantwortlich für diese Uni-Ferkelei war (sprich der damals 1968 im Hörsaal aus Protest aufs Redner-Pult gsch*ssen hat)...vielleicht lebet der Typ noch und könnt dies bei der nächsten Sitzung mal im Parlament wiederholen, dass er da mal sein Höschen runterzieht, unseren so geschätzeten Damen und Herren Politikern sein Hinterteil präsentiert und denen dort mal aufs Rednerpult sch****
damit die Leute endlich mal mitbekommen, was Herr und Frau Österreicher von IHNEN halten !! Und da bin ich nicht der EINZIGE sondern einer von vielen TAUSENDEN die in Österreich so denken...

Frank Stronach hat leider bereits zu viele Jahre am buckel - er meint es ehrlich, schafft es aber nicht mehr es rüber zu bringen - keine Chance mit seiner für die meisten Menschen offenbar überheblichen Art. Daher sollte er sich auf den Vorsitz im Waisenrat beschränken in den Persönlichkeiten wie Franz Fiedler gehören!

Vielleicht will Fiedler Kanzler werden? Wähle ich dann sofort!!

Wolfgang Kaltenbrunner
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Ich glaub,wir brauchen in Österreich solche Kasperln,um uns zu verwirklichen, andererseits, wo gibts noch gestandene Politiker, mit denen man sich halbwegs identifizieren kann ?

Ignaz-Kutschnberger
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@Kaltenbrunner...so ist es!! Früher hat man noch vor so einigen österr. Politikern den Hut ziehen können...heute muss man sich beherrschen um denen nicht vor die Füße zu spucken!!! Und wenn man sich den zu einem Kasperltheater verkommenen Politstadl so anschaut, müssen wir noch froh sein, dass hier nur der STRONACH als neuer Kasperl kandidiert...würde man österr. Aktionskünstler aus vergangenen Jahrzehnten auf die österr. Show-Bühne lassen, täten die sich vermutlich im Parlament einsperren und ihr Bedürfnis auf dem Rednerpult erledigen (...anno dazumal haben die das ja schon mal auf der Universität im Audimax ausgeübt !!) ...aber heute müssen sowieso schon die meisten Parteien froh sein, dass ihnen ihre bisherigen STAMMWÄHLER nicht vor die Partei-Türen kacken ...

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@ wolfgang kaltenbrunner
genau so ist es, Nehmen wir mal als Beispiel die EU. Als das Ding noch EWG hieß, war die FPÖ für den Beitritt, die Sozialdemokraten und Konservativen dagegen. Sodann kam Jörg Haider und die FPÖ und die Grünen waren dagegen
und SPÖ und ÖVP dafür.Schließlich beschlossen die Grünen dafür zu sein und das BZÖ und die FPÖ dagegen.

Also egal welchen sachfundierten Standpunkt..

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,,,man in Österreich vertritt, irgendein politischer Troglodyt kommt irgendwann mal vorbei.Und man sollte sie nicht zu ernst nehmen.

Dasselbe gilt für Wehrpflicht und anderes.

P.S. Stronach ist als Politiker trotzdem jenseitig, denn jemand der glaubt einen Staat wie einen Betrieb führen zu können und dass die Richtigkeit von Regeln von den Pekunien abhängt, disqualifiziert sich von selbst.

simm1111
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@ higgs70: Und wieso sollte man einen Staat nicht wie einen Betrieb führen können? Bis jetzt war es anscheinend nicht so und wir stehen nicht gerade rosig dar, oder nicht??

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Weil ein Staat so seltsame Dinge wie Rechtssicherheit, sozialen Frieden,allgemeine Bildung,Wohlfahrt und Pensionen "produziert", die sich nun mal nur politisch aber nicht am Markt verkaufen lassen. Das Ziel und die Aufgabe des Staates ist es zuallererst das Wohl seiner Bürger zu optimieren und nicht seine Gewinne ( sonst wären die Steuern noch deutlich höher). Er kann zwar im Gegensatz zu einem..

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..Betrieb die Einnahmen besser kontrollieren, weil er die Steuersätze selbst festlegt, aber wesentlich schlechter die Ausgaben. Wenn zum Beispiel die Konjunktur einbricht und es mehr Arbeitslose gibt, kann diese der Staat nicht so einfach von seiner "Lohnliste" streichen. Ein Unternehmen würde in schlechten Zeiten Mitarbeiter entlassen.

Was Stronach anstrebt ist Sozialabbau, Senkung der....

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...Steuern, Deregulierung,usw.( also im Grunde ein Austrian Mitt Romney). Wie er damit allerdings die Schulden abbauen will, darauf lässt er die Antwort offen. Abgesehen davon kristisiert er die zu engen Verflechtungen von Politik und Wirtschaft und seine einzige Antwort darauf ist: Lasst die Wirtschaftsleute Politik machen.

Also ich weiß nicht.Bei allem Respekt, aber als Politiker, nein danke.

Ignaz-Kutschnberger

FRANK...hast wenigsten ein paar Stroh-Besen verteilt, damit die in Kärnten mal den Dreck aus der Politik rauskehren können??

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'Bitte erspare Österreich die nächste Peinlichkeit der Politik.
Wer den Auftritt in der ARD gesehen hat, muss sich wieder einmal die Frage stellen, wieso gerade aus Österreich immer solche Peinlichkeiten. Das tut so weh, dieser Autritt von Stronach war so schlimm, wenn ich mir denke das diesen Menschen Leute wählen wird mir wirklich übel.

Ignaz-Kutschnberger
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An @packer: Wie hat der Vobes Franzl in der Stmk gsagt..."die POLITIK hat ihn (den FRANK) gezüchtet"...*grins... Ob peinlich oder nicht peinlich...gfressen und gsoffen haben sämtliche österr. Politiker bei ihm gut!! Und meine Stimme bekommt der Strohsack Franzl... weil er hat wenigstens Arbeitsplätze in Österreich geschaffen und pumpt SEIN eigenes Geld in den Wahlkampf...die anderen machen den Wahlkampf auf Kosten der Steuerzahler ... Und vom Frank könnt sich mancher Österreicher und Österreicherin ein Scheiberl abschneiden...andere liegen mit 80 schon unter der Erde oder leiden an Altersdemenz!! Das soll ihm mal ein anderer 80jähriger nachmachen... HUT ab vor dem Mann und RESPEKT !!!

Bananenbiager melden

glauben sie TEAM Stronach bedient sich bei den nächsten anstehenden Wahlen nicht der Steuergelder?
Ich will auf keinen Fall, dem Hr Strohnach seinen Willen absprechen,. Aber siehe GRÜNE seit die Spenden weg sind wird locker unser Geld verprasst und genau so wirds auch da passieren.

Eines finde ich schade für die neue Partei:
Mit den Politikern, die nur Pfründe absichern hat sich nix neues auftut

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

Schaun Sie @Bananenbiager...im Prinzip ist es mittlerweile eh ziemlich egal, was sich wo auftut...für die Zukunft sehe ich sowieso in EUROPA den Bürgerkrieg kommen... schauen Sie sich Griechenland an...schauen Sie sich die Lage in Spanien an...und warten wir noch bist Mitte 2013 was sich in Italien dann bis dorthin auftut... Vielleicht erübrigt sich dann sowieso die Wahl im kleinen Österreich ;-)

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