Taxi-Test von

Wiener "Taxler" durchgefallen

Schlechte Bewertungen im internationalen Vergleich für heimische Taxilenker

Taxi-Test - Wiener "Taxler" durchgefallen © Bild: APA/Artinger

Wir kennen diese Tatsachen nur zu gut. Sie missachten rote Ampeln, fahren teure Umwege oder verweigern die Fahrt gänzlich: Um die Qualität der Wiener Taxilenker ist es mies bestellt, wie ein Test des deutschen Automobilclubs ADAC in 22 europäischen Großstädten ergab. Die Taxler der Bundeshauptstadt landeten auf Rang 18 und lagen somit unterhalb der Mindeststandards. Als Testsieger ging die spanische Metropole Barcelona hervor.

Saubere Taxis, korrekte Abrechnungen und hilfsbereite Fahrer bescherten Barcelona die Top-Platzierung. Schlusslicht und klarer Testverlierer mit der Note "sehr mangelhaft" ist die slowenische Hauptstadt Ljublijana.

Aber auch in Wien staunten die Tester nicht schlecht: Ein Chauffeur verweigerte nachts auf der Route Operngasse-Karlskirche (1,3 Kilometer) die Beförderung mit der Begründung, er warte schon lange auf einen Passagier und das Ziel sei immerhin auch zu Fuß erreichbar (der abgelehnte Fahrgast war mit einem Trolley unterwegs, Anm.). Pro Stadt wurden zehn Testfahrten unternommen. Bei vier davon machten die Lenker in Wien teils erhebliche Umwege, in acht Fällen war keine freie Wahl des Taxis möglich. Zwei Fahrer missachteten rote Ampeln und telefonierten ohne Freisprecheinrichtung. Ein "Taxler" verursachte fast einen Unfall mit einem Bus, ein anderer ignorierte einen am Zebrastreifen wartenden Radfahrer. Sechs waren nicht in der Lage, sich auf Englisch zu verständigen, acht von zehn konnten keine Sehenswürdigkeiten und sieben kein Restaurant empfehlen.

Umwege in Salzburg
Salzburg schaffte es im Vergleich mit 22 europäischen Großstädten immerhin auf Platz acht. Bemängelt wurde an den Taxifahrern in der Mozartstadt, dass einer einen Umweg von 37,3 Prozent fuhr, zwei Lenker telefonierten und, dass bei fast allen Fahrten keine Kreditkarten-Zahlung möglich war. In acht Fällen gab es keine ordnungsgemäß ausgestellte Rechnung. Alle Fahrer waren aber laut Tester gepflegt, ordentlich gekleidet und freundlich.

Bei den Fahrtpreisen liegen die beiden österreichischen Testkandidaten im Mittelfeld. Eine Sieben-Kilometer-Tagfahrt kostet in Wien 12,92 Euro, und in Salzburg 15,09 Euro. Billiger ist es vergleichsweise in Lissabon mit 7,98 Euro oder in Barcelona mit 10,92 Euro, teurer in Amsterdam mit 22,24 Euro oder in Zürich, wo die gleiche Fahrt stattliche 31,35 Euro kostet.

Kommentare

Man wird ohnehin nicht durchgreifen da die Mehrheit der Fahrer Migranten sind. Niemand möchte doch mit der Nazikeule niedergeschlagen werden. Somit wird es auch weiter heissen beim Taxi in Wien, und nicht nur in Wien: Wo du wolle...

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schlechte bewertungen bei wiener taxis ist kein wunder,
sind doch 95% der taxifahrer in wien ausländer die nicht mal der deutschen sprache mächtig sind.
habe ich selbst schon erlebt das gewisse fahrten gar nicht angenommen werden, obwohl eine beförderungspflicht besteht aber das juckt die "wiener" taxler nicht.

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Re: Diese Kritik an d. Taxler trifft nicht nur f. d. Wiener Taxler ... zu. Auch in den Bundesländern sind oftmals die Taxler das
LETZTE!!! Konsequenzen ????? NULL - NULL!! Erwarten wir eine Änderung??? NEIN - daher ..................!

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Re: schlechte bewertungen bei wiener taxis Da muß ich Ihnen recht geben,aber ob Inländer oder Ausländer,die Freundlichkeit läßt wirklich zu wünschen übrig.Fahre seit einiger Zeit mehr mit dem Taxi ,aber zuvorkommend sind die Wenigsten. Manche wollen gar nicht aussteigen obwohl man Gebäck hat, wenn es nach den Taxlern ginge,sollte man mit Koffer auf den Rücksitz Platz nehmen.

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Nicht nur Taxler Die ruppige Wiener Mentalität spürt man nahezu überall - in Geschäften, in Restaurants, in Hotels, in Museen, ja sogar im AKH. In den Bundesländern wird der Kunde bzw. Gast oder Patient mit wesentlich mehr Freundlichkeit und Zuvorkommen behandelt als in der Bundeshauptstadt.

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Re: Nicht nur Taxler Leider muss ich Ihnen recht geben. ich als geborener Wiener sehe das häufig wenn ich mit Bekannten aus dem Ausland in Wien unterwegs bin. Der berühmte "Wiener Charme" ist nur eine Chimäre und der ebenfalls berühmte " Wiener Schmäh" ist sehr oft beleidigend. Aber was will man wenn die P.R Manager richtig tiefstehende Slogans wie: mei Bier ist net deppart oder auf einem Rollplakat der gewista " es gehts ma alle am Oasch" erfinden. Sind doch sicher Slogans mit denen man in der ganzen Welt reüssieren kann.

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Re: Nicht nur Taxler Leider muss ich Ihnen recht geben. Der sogenannte " Wiener Schmäh" ist oft beleidigend, der " Wiener Charme" existitiert nicht mehr. Als geborener Wiener darf ich das sagen. Die P.R Manager sezten dem ganzen die Krone auf, in dem sie Slogans wie: " mei Bier is net deppat" oder " Es gehts ma alle am Oasch" erfinden und auf Riesenplakaten und Zeitungen veröffentlichen.

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Re: Nicht nur Taxler @ Viennese: Solche Sprüche drücken ja nur mehr aus wie extrem tief manche Charakter sind (nämlich die der PR-A-Löcher) und es ist eine Schande dass unsere Kinder sowas vor die Augen geklatscht bekommen. Und das ganze noch so scheinheilig als "guten alten Wiener Schmäh" zu tarnen ist schon echt dreckig. Die Damen und Herren sollten mal über Verantwortung nachdenken!!! Da fällt mir dazu passend die TV-Werbung (welche wohl bereits zigtausend-mal gespielt wurde) von "Checkfelix" ein, wo die nette Dame den Mittelfinger in den Bildschirm hält und sagt "dieser Herr ist ein Idiot" oder ähnlich. Weit hammas gebracht sag ich da...sg

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