Tausende bei Frauenrechts-Demo in Wien:
"100 Jahre Frauentag und 100 Jahre Kampf"

Für die Umsetzung von Frauenrechten demonstriert Heinisch-Hosek: "Deutliches Zeichen für Solidarität"

Tausende bei Frauenrechts-Demo in Wien:
"100 Jahre Frauentag und 100 Jahre Kampf"
© Bild: APA/Neubauer

Zwar sind es keine 20.000 Teilnehmerinnen wie beim ersten Frauen-Marsch in Wien 1911 gewesen, aber rund 5.000 haben auf der Ringstraße für die Umsetzung von Frauenrechten demonstriert. "Heute setzt ihr ein kräftiges, lautes, deutliches Zeichen für Solidarität", erklärte Frauenministerin Heinisch-Hosek bei der Abschlusskundgebung gegen 16.30 Uhr vor dem Parlament.

"100 Jahre Frauentag, 100 Jahre Kampf, 100 Jahre kleinere und größere Schritte für uns Frauen. Aber dieser Weg ist noch nicht zu Ende", so Heinisch-Hosek vor tausenden Demonstrantinnen und einigen Demonstranten. Die Ministerin versicherte, sich vor allem für jene Frauen einsetzen zu wollen, "die es sich nicht aussuchen können". Ihr gehe es um Alleinerzieherinnen, Migrantinnen und "besonders" um jene, die für gleiche Arbeit nicht den gleichen Lohn bekommen. "Ein Hoch dem Internationalen Frauentag", schloss Heinisch-Hosek. Unter den Teilnehmerinnen waren auch Infrastrukturministerin Bures, Volksanwältin Stoisits, die ehemalige ÖVP-Frauenchefin Rauch-Kallat, Grünen-Bundessprecherin Glawischnig und die frühere LIF-Chefin Schmidt.

Die Teilnehmerinnen hatten sich am frühen Nachmittag nach einer Startkundgebung am Schwarzenbergplatz über den Ring in Richtung Parlament aufgemacht. Organisiert wurde die Demo von der "Plattform 20.000 Frauen" aus Anlass der ersten Demonstration für Frauenrechte in Wien am 19. März 1911 mit 20.000 Teilnehmern. Der Protest heute stand unter dem Motto "AUS - Aktion Umsetzung. Sofort". Unterstützt wurde die Initiative von den Parteien SPÖ, ÖVP und Grüne ebenso wie von etlichen Nichtregierungsorganisationen oder religiösen Vereinigungen.

Schon im Vorfeld der Aktion haben Frauen vom Projekt "KnitHistory" am Vormittag den Weg entlang der Demo mit textilen Kunstwerken "eingestrickt". Am Samstagabend wird dann noch in der Ottakringer Brauerei die Plattform "femous" mit nationalen und internationalen Künstlerinnen eröffnet.

(apa/red)

Kommentare

christian95 melden

Jene \"VersagerInnen\" die dafür verwantwortlich sind, demonstrieren! Einfach unglaublich!

Seit den 70er Jahren leisten wir uns 10 sautuere Frauenministrerien (im Bund und Ländern), ÖGB + AK haben (wieder mal 10 im Bund und den Ländern) auch zuständige FrauenvertreterInnen. Trotzdem verdienen Frauen noch immer weniger?....

Nun demonstrieren diese Damen gegen ihr eigenes Versagen! Da können sogar die Schildbürger noch einiges lernen!

RobOtter
RobOtter melden

@ Christian95 Jaaa, klar und die Erde ist eine Scheibe..... Der Höhepunkt Deines intellektuellen Daseins oder?
Jedem dem man erklären muss warum Frauen weniger als Männer verdienen muss man eigentlich die Fähigkeit sein Hirn benutzen zu können absprechen.
Wenn dann noch SO ein Posting kommt wird es eh schon bestätigt.
Zur Sache: Wir haben immer nur eine Frauenministerin (im Bund und den Ländern gibt es keine Ministerien) ÖGB und AK sind Interessensvertretungen. Die Tatsache, dass es das gibt, schafft alleine noch nicht die Tatsache dass Frauen gleichberechtigt sind.
Welches eigene Versagen meinst Du? Das Versagen dass Frau X noch immer nur 78% von dem verdient was Ihr Kollege nebenan im selben Job verdient? Welche bestimmte und durchführbare politische Einflussnahme rätst Du Frau X?

mundl66 melden

rote und grüne Luftballon´s Frauenrechte guat und schee. Wia schaut´s denn mit de Frauenpflichten aus. So kochen, Kindaerziehung usw.
kennan de wenigsten. Da rennt´s liaba mit Luftballon am Ring umadum und suacht´s an Schuldigen warum ihr frustriat sat´s.
A Frau im Vurstand vadient füü Kohle, aba a richtige Mutter is unbezahlbar!!

RobOtter
RobOtter melden

Re: rote und grüne Luftballon´s Du scheinst ma a ordentlicher Koffer zu sein - würd da Mundl sagen....

Frauen gegen KINDERRECHTE Nach meinen Beobachtungen war es Strickware an einigen Bäumen und Masten und nur ein paar hundert feminoide Emanzen, die bereit sind sogar das Wohl von Kindern systematisch zu missachten, um ihre persönlichen Befindlichkeiten auszuleben ...
www.scheidungsindustrie.at

Stalinistische Propaganda Wer ein Unternehmen entdeckt, das Frauen für gleiche Leistung schlechter bezahlt, der soll eine Anzeige nach dem geltenden Gleichbehandlungsgesetz machen!
Alles andere ist stalinistische Propaganda mit einem Ziel: KINDER ins Heim. FRAUEN in die Fabrik?!

http://www.facebook.com/home.php#!/pages/Keine-W%C3%A4hlerstimmen-f%C3%BCr-kinderfeindliche-Parteien-Politiker/188627681173361

Ivoir

\"AUS - Aktion Umsetzung. Sofort\" Die österreichische Wirtschaft ist wie alle anderen auch Leistungsorientiert. Und wenn manche "Frauenrechtlerinnen" noch immer auf dem Stand von 1911 sind, ist wohl wirklich Hilfe geboten.

Seite 1 von 1