Taube hören mit High tech

Taube hören mit High tech

Taubheit ist heute kein Lebensschicksal mehr. Am Wiener AKH wird das Cochlea-Implantat für die ganze Welt perfektioniert.

Saskia Baum ist 12 Monate alt. Ehe ihr vor drei Wochen von Professor Wolf-Dieter Baumgartner – einem weltweit begehrten Experten für HNO-Transplantationschirurgie – in einem zweieinhalbstündigen Eingriff im AKH Wien ein „Cochlea“-Implantat einoperiert wurde, war sie taub.
Ein genetischer Defekt – eines von 6 Milliarden Basenpaaren des Körpers, das Membranprotein des Kaliumkanals, war verformt. Dieser nicht vererbte molekulare Zufallsdefekt verhinderte den Elektrolysevorgang – und löste beidseitige Taubheit aus.

Entdeckt wurde dieses schwere Leiden beim Hör-Screening für Neugeborene. Bei dieser im Mutter-Kind-Pass vorgeschriebenen Routineuntersuchung werden die Ohren mit 2 bis 3 Dezibel beschallt. Die Reflexion der Haarzellen lässt Rückschlüsse auf das Hörvermögen zu. Durch weitere Untersuchungen kann ein Hördefekt bereits vor der 1. Lallphase (9. Lebensmonat) genau erkannt werden.

War es bei Saskia ein embryonaler Gendefekt, der die Taubheit auslöste, sind es bei anderen Kindern Unfälle und oft Masern, Röteln oder Scharlach, die ebenfalls die Hörfähigkeit komplett zerstören können. In ganz Österreich sind etwa 120 Menschen (davon 60 Kinder) volltaub. Etwa 5 Prozent dieser Schäden sind genetisch bedingt. Für sie ist das Cochlea-Implantat eine ausgereifte Therapiemethode.

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