Tatort von

Platt und einfallslos

Frankfurter Ermittler-Duo Król und Kunzendorf als Lichtblick in schwerfälliger Story

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    "Tatort" Frankfurt

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    "Tatort" Frankfurt

Während das gesamte "Tatort"-Universum aufgrund der Vorspann- Debatte Kommissare Frank Steier (Joachim Król) und Conny Mey (Nina Kunzendorf). Der Episoden-Titel „Es ist böse“ traf aber ganz und gar nicht auf das Ermittler-Duo zu, denn diese - vor allem Król gaben sich eher zum Knuddeln. Weniger zum Lieb haben gelang allerdings die Story, die kam etwas gar einfallslos daher.

Einem Serienmörder waren Steier und Mey dieses Mal in Frankfurt auf der Spur. Das relativ neue Duo, das erst zum dritten Mal gemeinsam am „Tatort“ ermittelte, machte es den Zuschauern zur Freude, ihnen beim Ermitteln zuzusehen. Der bärbeißige Kommissar und seine forsche Kollegin, die „Tussi aus ‚nem Mannheimer Prollviertel“ lieferten sich unterhaltsame Beschimpfungs-Duelle.

Schwerfällige Story
Weniger unterhaltsam geriet allerdings die Story des Falles. Eine aufgeschlitzte Prostituierte mit dutzenden Messerstichen führt das Ermittler-Duo auf die Fährte eines Serienmörders. Schnell gerät der sexbesessene Ex-Mann des Opfers unter Verdacht, dann wieder der schmierige Schreiber Egger. Doch trotz spannendem Beginn verzetteln sich Steier und Mey immer mehr und die bedrohliche Musik und düstere Kulisse wirkt immer schwerfälliger.

Der im Endeffekt ausgeforschte Killer hat natürlich aufgrund einer schweren Kindheit gemordet. Mehr also als nur ein wenig platt diese Handlung, vor allem weil in wahrer Fall als Vorlage für diesen „Tatort“ diente – eine Story eines wahren Profilers.

Neudreh überlegt
Der Regisseur Lars Kraume hatte wohl auch schon ein ungutes Gefühl bei dieser düsteren Geschichte für dunkler, Frankfurter Fassade. Er wollte bereits während der Dreharbeiten Szenen neu drehen. Geschadet hätte dies wohl nicht.