TV-Krimi von

Tatort Ludwigshafen:
Ein schleppender Fall

Zu viel gewollt - und zu wenig geschafft: Odenthal ermittelte rund um ein totes Tier

Tatort Ludwigshafen © Bild: ORF/ARD/Alexander Kluge

Sonntag Abend war wieder „Tatort“-Zeit. Während die ganze Twitter-Community und das deutsche Fernsehpublikum vor den Schirmen saßen, ermittelte Lena Odenthal wieder einmal in Ludwigshafen. Und dabei ging es in der Folge mit dem Titel „Die Sonne stirbt wie ein Tier“ vor allem um ein totes Pferd – und ganz nebenbei auch um einen toten Menschen. „Twitteranten“ wie auch Kritiker waren nicht gerade angetan von dem Krimi.

THEMEN:

Keine Erholung gibt es für Ulrike Folkerts alias Lena Odenthal. Die Kommissarin aus Ludwigshafen war gerade in der Reha, als ein Todesfall mitten in die freundliche „Guten Morgen“-Reha-Runde platzte. Ein Tierpfleger wurde auf einem Reiterhof ermordet gefunden. Und neben ihm liegt auch ein Pferd und droht zu verbluten. Da bleibt der Kommissarin, die ihren Reha-Aufenthalt abbrechen muss nur noch eines: Das Tier von seinen Qualen zu erlösen.

Tatort Ludwigshafen
© ORF/ARD/Alexander Kluge

Der Pfleger daneben ist gar nicht so wichtig, vielleicht, weil er ohnehin schon tot ist. Auch die Besitzerin des Reithofes ist außer sich vor Trauer – ebenfalls über das Pferd als weniger über ihren erschossenen Pfleger. Die Kommissarin widmet sich – wohl zu Freuden der Reithof-Besitzerin, nicht nur wegen ihrer Tier-Liebe, sondern auch wegen des Mordes, den sie begangen hat – aus unerfindlichen Gründen zuerst dem „Ripper“, von dem man mehr sieht, als einem lieb ist.

Keine Beförderung aus dem Beliebtheitstief

Doch auch wenn dem Publikum sofort klar ist, dass der Pferdequäler nicht der Mörder ist, zieht sich diese Ermittlung noch fast eineinhalb Stunden – und die Handlung schleppt sich einfach so dahin, ohne jemals spannend zu sein. Damit hat dieser Fall zwar, wie es „zeit.de“ treffend formuliert: „Lena Odenthal tatsächlich aus der Depression befördert. Aus dem Beliebtheitstief wohl leider nicht.“ Oder wie es Twitter-Userin „Mademoiselle Mädchen“ formulierte: „Der Trinspruch ‚Zur Mitte, zur Titte, zum Sack – Zack, zack‘ war der bisherige Höhepunkt des #tatort s.“

Kommentare