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Tatort regt auf:
Nackter Hintern und Rekord-Tote

Til Schweiger entblößte sich, 19 Menschen starben und Antisemitismus-Vorwürfe

Tatort "Kopfgeld" © Bild: ORF/ARD/Marion von der Mehden

„Kopfgeld“ hieß der bereits zweite „Tatort“ mit Til Schweiger als Kommissar Nick Tschiller in der Hauptrolle – und die Episode eckte nicht nur auf einer Ebene an. Die Folge aus Hamburg bot neben Schweigers nacktem Hintern auch eine Rekord-Zahl an Leichen und zog zudem Antisemitismus-Vorwürfe nach sich.

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Til Schweiger gab sich gestern Abend wieder als Kommissar Nick Tschiller im „Tatort“ die Ehre. Doch über seine Performance wird am Tag danach wenig gesprochen, viel mehr über die Performance einer seiner Körperteile: War es tatsächlich Schweigers blankes Hinterteil, das hier in die Kamera gestreckt wurde oder war ein Double am Werk? Diese Frage beschäftigt die Fans nach der Aufreger-„Tatort“-Episode vorrangig.

Leichen ohne Ende

Doch neben dem knackigen Hinterteil gab es in „Kopfgeld“ vor allem auch eines: Leichen. Ganze 19 Menschen mussten in der Hamburger Episode ihr Leben lassen, so viele wie nie zuvor. Damit übertrumpft „Kopfgeld“ auch den Wiener Fall „Kein Entkommen“, der 2012 immerhin 15 Leichen produzierte. Doch der Rekord wird nicht lange halten, wie bereits bekannt ist, denn im Oktober soll der vierte „Tatort“ mit Ulrich Tukur ganze 47 Menschen unter die Erde bringen.

Tatort "Kopfgeld"
© ORF/ARD/Marion von der Mehden

Antisemitismus-Vorwürfe

Neben nackten Rekorden zieht die Episode aber auch Unerfreuliches nach sich: Der Krimi wird von Antisemitismus-Vorwürfen überschattet. Die Serie verwendete einen Ausschnitt aus dem Song „Psst“ des Rappers Haftbefehl, der die Zeile "Ticke Kokain an die Juden von der Börse" enthalte. Bernhard Effertz, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Hamburg und Mitglied des NDR-Rundfunkrats, sagte der "Bild am Sonntag": "Ich werde das in der nächsten Sitzung des Rundfunkrats thematisieren und mein Missfallen äußern." Der NDR dementierte jedoch bereits und stellte klar, dass die angegebene Zeile im „Tatort“ gar nicht vorkomme.

Tatort "Kopfgeld"
© ORF/ARD/Marion von der Mehden

Geteilte Meinungen

Bleibt die Frage offen, wie der „Tatort“ überhaupt angekommen ist? Von den 850.000 Zusehern waren nicht alle restlos begeistert von Schweiger und seiner nackten Entblößung – sowie auch seinem Spiel: Neben den nuschelnden Darstellern wurde auch die „willkürliche Aneinanderreihung der Szenen“ auf Twitter kritisiert. Manche Fans – und Til Schweiger-Anhänger – gaben sich jedoch positiv überrascht von der zweiten Folge mit Kommissar Tschiller.

Tatort "Kopfgeld"
© ORF/ARD/Marion von der Mehden

Kommentare

Ein blankes Hinterteil macht noch lange keinen guten Krimi und Till Schweiger ist einfach kein guter Schauspieler und wird es nie werden.

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