Tarif-Streit in Deutschland: Klinik-Ärzte setzen ihre Streiks an Krankenhäusern fort

Nur Notfallversorgung bleibt für eine Woche aufrecht 39 Kliniken beteiligen sich landesweit an Ausstand

Die deutsche Klinik-Ärzte haben am Dienstag ihre Streiks an 38 Universitäts- und Landeskrankenhäusern fortgesetzt. Höhepunkt des zweiten Tages der bundesweiten Streikwoche soll am Nachmittag eine Kundgebung in Münster sein, zu der mehrere tausend Mediziner aus der gesamten Bundesrepublik erwartet werden.

Einen neuen Verhandlungstermin zwischen der Ärztegewerkschaft Marburger Bund und der Länder-Tarifgemeinschaft gibt es nach Angaben eines Gewerkschaftssprechers nicht. Allerdings will Baden-Württemberg auf Länderebene mit den regionalen Vertretern des Marburger Bundes am Nachmittag Lösungsmöglichkeiten ausloten.

Seit Montag befinden sich die Ärzte in den meisten betroffenen Kliniken für eine komplette Woche im Ausstand. Sie wollen damit den Druck auf die Länder in der Vergütungsfrage erhöhen. Bisher waren die Streiks in den einzelnen Häusern stets auf zwei bis drei Tage begrenzt gewesen, wodurch aufgeschobene Operationen im Rest der Woche nachgeholt werden konnten.

Am Montag hatten in dem seit mehr als zwei Monaten andauernden Arbeitskampf rund 12.300 Mediziner an 37 Krankenhäusern die Arbeit ruhen lassen. Am Mittwoch soll Zahl der bestreikten Kliniken mit 39 Einrichtungen ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen. (apa/red)