Tamira Paszek von

Der nächste Kampfsieg

Vorarlbergerin nach 2:6, 7:6 (4), 7:5 gegen Yanina Wickmayer im Wimbledon-Achtelfinale

Tamira Paszek - Der nächste Kampfsieg © Bild: Reuters/Plunkett

Tamira Paszek steht nach einem hart umkämpften 2:6, 7:6 (4), 7:5 gegen die Belgierin Yanina Wickmayer im Achtelfinale von Wimbledon. 2:40 Stunden musste die 21-Jährige Vorarlbergerin für ihr drittes Grand-Slam-Achtelfinale kämpfen. Auf dem Weg ins Viertelfinale wartet nun Roberta Vinci (ITA-21).

Im Duell zweier dreifacher Turniersiegerinnen und Weltranglistenachbarinnen erinnerte Paszeks Auftritt an jenen in der ersten Runde gegen die ehemalige Weltranglistenerste Caroline Wozniacki (5:7,7:6,6:4). Die Dornbirnerin verlor den ersten Satz, schaffte erst im Tiebreak den Satzausgleich und war im Entscheidungsdurchgang die etwas bessere Spielerin.

Paszek zuerst zurück
Beide Akteurinnen erwiesen sich als alles andere als sichere Aufschlägerinnen, so gab es insgesamt 17 Breaks (8 Paszek, 9 Wickmayer). Die Statistik, was Winner (41:40), unerzwungene Fehler (19:21), gemachte Punkte (115:117) oder Doppelfehler (6:7) betrifft, macht die Ausgeglichenheit der Partie deutlich. Nur bei den Assen hatte Paszek mit 7:3 doch deutlicher die Nase vorne.

Paszek startete schlecht in die Partie, lag schnell mit 0:3 zurück. Mit dem Game zum 1:3 und dem Rebreak zum 2:3 war die Vorarlbergerin im Spiel zurück. Im folgenden Aufschlagsspiel hätte sie zweimal auf 3:3 stellen können, ließ diese Möglichkeiten aber ungenutzt und die effiziente Belgierin sorgte mit dem 4:2 für die Vorentscheidung.

Spiel wird zur "Break-Orgie"
Der zweite Satz begann genauso wie der erste, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Paszek legte mit zwei Breaks und einem durchgebrachten Aufschlag ein 3:0 vor. Wickmayer konnte mit einem Rebreak zwar auf 1:3 verkürzen, ein weiteres blieb ihr allerdings verwehrt, da Paszek großen Kampfgeist zeigte. Beim Stand von 0:40 wehrte sie gleich drei Breakmöglichkeiten ab und stellte auf 4:2.

Wickmayer glich allerdings mit einem weiteren Rebreak auf 4:4 aus. Und das "Break-Festival" wurde munter fortgesetzt. Paszek stellte als Rückschlägerin auf 5:4, Wickmayer sorgte postwendend (zu Null) für das 5:5. Da in der Folge beide Spielerinnen ihren Aufschlag durchbrachten ging es ins Tiebreak und dort hatte Paszek die besseren Nerven. Wickmayer kam nach 2:5 zwar noch einmal auf 4:5 heran, musste dann aber mit 4:7 die Segel streichen.

Im Entscheidungsdurchgang ging die "Break-Orgie" munter weiter. Die Vorarlbergerin nahm Wickmayer den Aufschlag zum 2:0 und 4:2 ab, Wickmayer schaffte aber Rebreaks zum 1:2 und 3:4. Und da Paszek eine Breakchance leichtfertig verschenkte, hieß es daraufhin 4:4. Wickmayer breakte ein weiteres Mal zum 5:4, doch dieses Mal schlug Paszek postwendend zurück und machte den Sack mit zwei folgenden Games und dem zweiten Matchball zu.

Melzer im Mixed-Bewerb out
Für Jürgen Melzer und seine Partnerin Iveta Benesova ist unterdessen der Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung im Mixed-Bewerb von Wimbledon bereits in der zweiten Runde geplatzt. Die österreichisch-tschechische Paarung, die in der ersten Runde ein Freilos hatte, musste sich am Samstag den Briten Dominic Inglot/Laura Robinson mit 3:6,6:3,1:6 geschlagen geben.