Taifun erreicht Südküste Chinas: "Morakot" hat dort ein erstes Menschenleben gefordert

Mehrere Häuser von dem Tropensturm verwüstet 14 Tote in Taiwan. 51 Menschen noch vermisst

Taifun erreicht Südküste Chinas: "Morakot" hat dort ein erstes Menschenleben gefordert © Bild: Reuters/China Daily

Der Taifun "Morakot" hat nach seinem zerstörerischen Zug über Taiwan das chinesische Festland erreicht und dort mindestens einen Menschen das Leben gekostet. Heftiger Regen brachte mehrere Häuser in der Stadt Wenzhou in der Provinz Zhejiang zum Einsturz. Fünf Menschen wurden nach Berichten der Nachrichtenagentur Xinhua unter den Trümmern begraben, darunter ein Kind, das wenig später starb. Die anderen erlitten Verletzungen.

"Morakot" schlug im Küstenbereich der Stadt Ningde in der Provinz Fujian auf. Mehr als 490.000 Bewohner aus der Provinz Zhejiang und mindestens 505.000 Menschen aus der Nachbarprovinz Fujian wurden an andere Orte gebracht. Die Schifffahrtsbehörde warnte vor bis zu sieben Meter hohen Wellen. Die Vorboten des Taifuns waren schon am Morgen zu spüren: Zhejiang registrierte Windgeschwindigkeiten bis zu 180 Stundenkilometer.

Taiwan: Drei Todesopfer
Zuvor hatte der Taifun in Taiwan mindestens 14 Menschen in den Tod gerissen, weitere 51 werden noch vermisst. 105 Menschen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. Rund 500.000 Haushalte waren ohne Strom, der Luftverkehr war lahmgelegt und viele Straßen nicht passierbar.

Auf den Philippinen hatte der Sturm ebenfalls schwere Schäden angerichtet. Zehn Bergleute starben, als sie unter einer Schlammlawine begraben wurden. Außerdem kamen während des Taifuns drei französische Bergsteiger und zwei einheimische Führer ums Leben.
(apa/red)