Tageszeitungen lassen auf sich warten:
Drucker-Branche steht vor Arbeitskampf

Betriebsversammlungen bei den Druckereien Gewerkschaft: "Erst Beginn der Auseinandersetzung"

Tageszeitungen lassen auf sich warten:
Drucker-Branche steht vor Arbeitskampf

Die Abendausgaben aller österreichischen Tageszeitungen sind mit einer rund dreistündigen Verspätung ausgeliefert worden. Grund dafür sind Betriebsversammlungen der Drucker, die bei allen Tageszeitungen österreichweit laufen. Martin Panholzer, der Sprecher der Gewerkschaft der Privatangestellten/Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), drohte mit weiteren Kampfmaßnahmen.

Grund dafür ist, dass die Verhandlungen zwischen der GPA-djp und dem Verband Druck Medientechnik über einen neuen Kollektivvertrag gescheitert sind. Der Drucker-Kollektivvertrag war im Dezember vom Verband Druck Medientechnik einseitig gekündigt worden.

Der GPA-djp-Sprecher betonte gegenüber der APA, die Betriebsversammlungen seien erst der Beginn der Auseinandersetzung. "Wenn die Arbeitgeber nicht einlenken, werden weitere Aktionen folgen", drohte er.

Am Montag hatte die Gewerkschaft das Scheitern der Verhandlungen damit begründet, dass der Verband eine lineare Einkommenskürzung von zehn bis 13 Prozent gefordert habe. Einen Kompromissvorschlag, Zulagenkürzungen bei gleichzeitiger Anhebung der Gehälter um 3,4 Prozent in Kauf zu nehmen, habe die Arbeitnehmerseite abgelehnt. Der Verband hatte argumentiert, dass Österreich derzeit 15 bis 30 Prozent über dem deutschen Personalkostenniveau liege. Man müsse sich dem deutschen Niveau annähern, um wettbewerbsfähig zu sein.
(apa/red)