Tag der Weltrekorde im Wiener Prater: Der größte Mensch der Welt ließ sich bestaunen

246,5 Zentimeter: "Vorteile mehr als die Nachteile" Acht Weltrekordversuche glücken vor Publikum

Tag der Weltrekorde im Wiener Prater: Der größte Mensch der Welt ließ sich bestaunen © Bild: APA/Pfarrhofer

Kuriose Wettbewerbe und der größte Mann der Welt haben im Wiener Prater für Staunen gesorgt. Laut Guinnessbuch der Rekorde gilt Sultan Kösen aus der Türkei mit genau 246,5 Zentimeter Körpergröße als riesigster lebender Mensch. Zum Auftakt seiner ersten Europa-Tournee machte der 27-Jährige in Österreich Station und zeigte sich begeistert vom kleinsten Haus Wiens in der Burggasse im Bezirk Neubau: "Die Proportionen haben für mich nicht so ganz gepasst. Aber ich finde es lieb", erklärte er im APA-Interview grinsend. Der Türstock reichte dem "Riesen" nur bis zum Brustansatz.

"Egal wohin ich komme, ich bin einfach der Blickfang", erzählte Kösen über offene Münder, große Augen sowie Foto- und Autogrammwünsche bei jedem Schritt auf die Straße. "Ich sehe mich nicht als Star, sondern als Champion, weil ich der Größte bin." Im Vergleich zu Österreich sei das Aufsehen um seine Person in seiner Heimat aber noch "schlimmer". Man sei dort sehr stolz auf ihn. "Die Leute überrumpeln mich regelrecht. Die ganze Welt kennt mich und dadurch auch die Türkei", so der Mann dessen 27,5 Zentimeter langen Hände und 36,5 Zentimeter langen Füße (Schuhgröße 60) ebenfalls als die größten im Guinnessbuch vermerkt sind.

"Die Vorteile sind mehr als die Nachteile", meinte der Türke über seine höchst ungewöhnlichen Körpermaße. Das Negativste: Kleidung kaufen und das "qualvolle" Einsteigen in ein Taxi. Auch bei der Suche nach einer Freundin hat es der große Mann nicht leicht. "Ideal wäre es, wenn sie so groß wie möglich wäre - 1,85 Meter wäre super", so der 27-Jährige über seine - noch unerfüllten - Ansprüche.

83 kaputte Kokosnüsse
Neben dem Auftritt des "sanften Riesen" standen 13 verrückte Weltrekordversuche auf dem Programm, von denen sich allerdings nur acht in die Tat umsetzten ließen. Der Bosnier Muhamed Kahrimanovic zertrümmerte innerhalb einer Minute 83 Kokosnüsse mit der bloßen Hand und darf sich über einen Eintrag ins Guinnessbuch freuen. Auch dem Muskelprotz Franz Müllner gelang ein neuer Rekord: In fünf Minuten wälzte der Salzburger einen 600 bis 650 Kilo schweren Fiat achtmal um die eigene Querachse. Er schlug damit seine eigene Bestleistung von sieben Umdrehungen. Die Anstrengung stand Müllner deutlich ins Gesicht geschrieben: Nach dem "Sieg" ging er atemlos in die Knie und lehnte sich erschöpft gegen das demolierte Fahrzeug.

Weltrekord-Zertifikate gab es außerdem für das Verzehren von 42 Schokolinsen mit Stäbchen und 23 Rückwärts-Salti - diese Aufgaben bewältigen zwei Teilnehmer in jeweils einer Minute. Auf eine Langzeit-Bestleistung setzte John Brown, der nun den neuen Rekord im Yoga-Marathon mit 29 Stunden hält. Die Stadt Wien beteiligte sich mit dem größten Kaiserschmarren der Welt (mehr als 100 Kilogramm).

(apa/red)