Tag der offenen Tür an der Wiener
Staatsoper: Zum Start in eine neue Saison

Beginn der ersten Spielzeit für neuen Direktor Meyer Großer Andrang: 4.000 Besucher besichtigten Oper

Tag der offenen Tür an der Wiener
Staatsoper: Zum Start in eine neue Saison

Die neue Direktion der Wiener Staatsoper, seit vergangenem Mittwoch offiziell im Amt, präsentierte sich am Samstag beim "Tages der offenen Tür" im Haus am Ring. Direktor Dominique Meyer begrüßte die Besucher auf der Feststiege und freute sich über das "bunte Publikum". Zahlreiche Menschen nutzten die Gelegenheit, das Opernhaus von einer anderen Seite kennenzulernen.

Zu sehen gab es u.a. Requisiten, Kostümschätze und eine Ballett-Probe, den großen Abschluss bildete um 17.00 Uhr eine Technikshow auf der Hauptbühne. Knapp vor 15.00 Uhr gab es vor der Oper schon kein Durchkommen mehr. Verzweifelt wurde noch nach Zählkarten gesucht, die seit 4. August gratis verteilt wurden.

Insgesamt 4.000 Besucher wurden bei den beiden Terminen, um 15.00 Uhr und abends um 19.00 Uhr, erwartet, so Meyer. Das Bad in der Menge scheint dem neue Operndirektor gut zu liegen: "Ich werde vom Wiener Publikum sehr herzlich empfangen." Der ehemalige Chef der Pariser Oper verstehe sich auch als Direktor zum Anfassen: "Das ist selbstverständlich. Ich bin ja auch Hausherr und will daher Künstler und Publikum gleichermaßen empfangen."

Diesem Anspruch kam er an diesem Nachmittag gemeinsam mit Operndramaturg Andreas Lang nach und hinterließ offenbar einen guten Eindruck. "Er ist mir sehr sympathisch, überhaupt nicht abgehoben", sagte eine Besucherin nach einem kurzen Gespräch mit Meyer. Ein anderer Opernfan erhoffte sich von Meyer, "dass er etwas zurückhaltender als unser letzter Direktor ist".

Der "Tag der offenen Tür" bildet den Auftakt zur Saison 2010/11, Generalmusikdirektior Franz Welser-Möst dirigiert bei der ersten Aufführung Richard Wagners "Tannhäuser", danach folgt Puccinis "La Boheme".

(apa/red)

Kommentare

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Oje, da glaubt einer die Staatsoper neu erfinden zu müssen! Ich habe manchmal Ioan Holender gerügt. Aber sein Nachfolger meint offensichtlich die Staatsoper, zu deren treuen Kunden ich gehörte, neu erfinden zu müssen (siehe gecancelte Aufführungen und Änderung des Programmes). Nun wird es wohl so werden (ohne dass ich vorher jammere), dass ich nicht mehr so oft dort anzutreffen sein werde, wenn der "Neue" dort schalten und walten darf wie er will. Holender war zwar ein bisschen schrullig in seiner Art aber das Programm war immer Spitzenklasse. Was wird beim Neuen passieren? Herr Meyer mir graut vor Ihnen!

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Re: Oje, da glaubt einer die Staatsoper neu erfinden zu müssen! Wovor graut Ihnen? Lohengrin, Faust das war schrullig?
Ich kann mir kaum etwas Dümmeres vorstellen. Parsival soll es aber sein. Wo doch Wagner alles penibel vorgeschrieben hat. Wieviel Vorstellungen für die Hr. Meyer verantwortlich zeichnet haben Sie denn schon gesehen?

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