"Täglich an Widerstandskampf denken": Venezuelas Chavez rechnet mit US-Angriff

Venezolanischer Präsident kauft in Russland Waffen

"Täglich an Widerstandskampf denken": Venezuelas Chavez rechnet mit US-Angriff

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat die Streitkräfte seines Landes angewiesen, sich auf einen Guerillakrieg gegen die Vereinigten Staaten vorzubreiten. Man müsse eine Strategie besitzen, um die Supermacht im Falle einer Invasion besiegen zu können, erklärte Chavez bei einer Rede in der Militärbasis Tiuna in der Hauptstadt Caracas, wie die britische Zeitung "The Guardian" in ihrer Online-Ausgabe berichtete.

Washington habe bereits eine nicht-militärische Kampagne in Form wirtschaftlicher, psychologischer und politischer Maßnahmen gestartet, um die sozialistische Regierung zu stürzen und die Kontrolle über die reichen Ölreserven Venezuelas zu übernehmen, sagte der linksnationalistische Politiker. Der Widerstandskrieg sei die geeignete Waffe gegen den Imperialismus. Man müsse täglich an den Widerstandskampf denken und ihn vorbereiten.

Washington reagierte vorerst nicht auf die Aussagen von Chavez. In der Vergangenheit hatte die US-Regierung jedoch wiederholt Behauptungen zurückgewiesen, sie plane einen Angriff auf ihren politischen Erzfeind in Südamerika.

Chavez äußerte sich im Vorfeld einer Reise, die ihn nach Russland, Weißrussland und in den Iran führen wird. In Minsk will er nach eigenen Angaben den Kauf eines Luftverteidigungssystems unter Dach und Fach bringen. In Moskau will Chavez über den Erwerb von U-Booten sprechen. Venezuela hat von Russland Rüstungsgüter im Wert von 2,23 Millionen Euro gekauft, darunter 53 Kampfhubschrauber und 24 SU-30 Sukhoi Kampfjets.

(apa/red)