Türkis-Grün von

Koalition: Karten bleiben verdeckt

Auch nach der vorletzten Sondierungsrunde verraten Kurz und Kogler nicht recht viel

Kogler Kurz © Bild: APA/Fohringer

Auch nach der vorletzten Sondierung bleibt unklar, ob ÖVP und Grüne in Regierungsverhandlungen eintreten werden. Nach rund fünf Stunden an Beratungen beließen es die Parteichefs Sebastian Kurz (ÖVP) und Werner Kogler (Grüne) bei den mittlerweile üblichen Stehsätzen.

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Erstmals durften auch zwei Verhandlerinnen aus der zweiten Reihe zu Wort kommen, freilich auf Journalisten-Wunsch. Allerdings beschränkten sich auch Wiens Grünen-Chefin Birgit Hebein und Ex-Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) auf das reichlich bekannte Wording, wonach das Klima gut sei, es aber noch unterschiedliche Positionen gebe.

Kogler: "Gelingt gut, Bild voneinander zu machen"

Immerhin meint Kogler, mittlerweile einen Eindruck davon zu haben, wie das Gegenüber tickt: "Es gelingt ganz gut, sich ein Bild voneinander zu machen." Dieses einander und die gegenseitigen Positionen Kennenlernen macht offenbar auch Altkanzler Kurz Freude. Der VP-Obmann nannte die heutige Runde "zufrieden stellend".

Entscheidung Anfang nächster Woche

Ernst wird es am kommenden Freitag, wenn die Sechser-Teams zu einem Verhandlungsmarathon in vermutlich drei Akten aufbrechen. Danach sollte zumindest intern feststehen, ob man es miteinander versuchen will. Der ÖVP-Chef wird sich dann übers Wochenende mit den relevanten Kräften in der Partei absprechen, um Anfang der Woche eine Entscheidung bekannt zu geben, mit wem seine Partei koalitionsverhandeln will. Die Grünen werden sich schon Sonntagnachmittag in einem Erweiterten Bundesvorstand für oder gegen formelle Koalitionsverhandlungen aussprechen. Ob einer der Verhandlungsleiter schon am Freitag eine Präferenz äußern wird, wurde am Dienstag offen gelassen.