Türkei von

Erdogan für Frieden mit Kurden

"Lasst uns ein sauberes Blatt aufschlagen und es mit unseren kurdischen Brüdern ausfüllen"

Ministerpräsident Erdogan am Parteitag der AKP © Bild: Reuters/Sezer

Der türkische Ministerpräsident Erdogan hat auf einem großen Parteitag neue Bemühungen zur Beilegung des Kurdenkonflikts in seinem Land angekündigt. Vor Tausenden Anhängern und Delegierten seiner islamisch-konservativen AKP in Ankara forderte er am Sonntag die kurdische Volksgruppe aber auf, sich von der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK und Terroranschlägen zu distanzieren. Von seiner Partei wurde Erdogan als Vorsitzender bestätigt.

"Lasst uns ein sauberes Blatt aufschlagen und es mit unseren kurdischen Brüdern ausfüllen", sagte Erdogan. Statt Gewalt solle es Frieden und Brüderlichkeit geben.

Erdogan schwor seine Regierungspartei auf den Machterhalt durch wirtschaftlichen Erfolg ein. Die AKP habe dem Land wirtschaftliche Stabilität und Demokratie gebracht, sagte Erdogan vor laufenden Fernsehkameras. Er kündigte an, die Türkei werde im kommenden Jahr mit 1,3 Milliarden US-Dollar (rund eine Milliarde Euro) den letzten Teil ihrer Schulden beim Internationalen Währungsfonds (IWF) abtragen.

Erdogan wieder Vorsitzender
Von seiner Partei wurde Erdogan erneut als Vorsitzender bestätigt. Da die Parteistatuten für politische Positionen maximal drei Amtszeiten vorsehen, muss die AKP in Ankara die Weichen für erhebliche Personalveränderungen stellen. Dies könnte zu internen Spannungen führen. Mehr als 70 AKP-Parlamentsabgeordnete werden künftig nicht mehr als Parlamentarier kandidieren können, berichteten türkische Medien.

Die religiös geprägte AKP hat in der Türkei seit ihrer Gründung 2001 mehrere Parlamentswahlen mit großen Mehrheiten gewonnen. Im politischen Ringen mit dem weltlich-laizistischen Lager hat sie bisher die Oberhand behalten. Wegen ihrer Herkunft aus dem politischen Islam werden ihre Reformen von der kemalistischen Elite, die sich auf den Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk beruft, mit Argwohn verfolgt.

Zahlreiche Gäste
Zu dem Parteitag in Ankara hat die AKP zahlreiche aktive und frühere Politikern eingeladen, darunter den ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi, den Hamas-Führer Khaled Mashaal, den irakischen Kurdenführer Massoud Barzani und den früheren deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder. Nach Medienberichten wurden auch Verwandte des Tunesiers Mohammed Bouazizi eingeladen, dessen Selbstverbrennung aus Verzweiflung über Behördenwillkür Ende 2010 den "Arabischen Frühling" eingeleitet hatte.

Kommentare

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Es wäre ja so schön wenn es endlich wieder eine schöne, starke Türkei gibt mit frieden, Reichtum und Glück.

Dann würden sicher die ganzen Kurden und Türken, die bei uns nicht so wirklich integriert werden, wieder gerne in Ihre Heimat zurück gehen. Dann brauchen die sich nicht mehr mit uns Christen herumärgern und können heim ins große osmanisch-islamische Reich!

Bitte Ergodan, mach weiter!!

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du sagst es: "die bei uns nicht integriert werden", österreich hat bislang keinen einzigen schritt gemacht, um die türken zu integrieren, sie werden nicht integriert, mit der hoffnung, dass sie wieder zurückkehren...
türken und islam sind teil von österreich, das ist realität, das wird sich auch in 50 jahren nicht ändern...

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Also wenn ich Türke bzw. ein anderer nicht Integrierter wäre, dann würde ich mir ernsthaft Gedanken machen ob ich eigentlich hier willkommen bin.... und wenn ich das nicht bin würde ich wieder zurück in meine Heimat gehen und nicht weiter ein Land belasten das mich vielleicht garnicht will....

Ich habe viele integrierte Freunde aus dem vorderen Orient, die haben aber 100% die österr. Lebensart

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Und die distanzieren sich interessanterweise alle vom Islam wie er von Ergodan und Co gelebt wird. Die Ehefrauen sind voll integrierte Msnchen mit sehr guter Bildung - nicht wie bei so vielen Migranten wo die Machos ihre Frauen verschleiern, dumm halten und die Töchter verheiraten... irgendwie passt unsere Lebensart einfach nicht zu den fortschrittlichen Islamisten ...

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...also würde ich an Eurer Stelle einfach sagen: Österreich ist es nicht wert das wir hier unsere Kebab´s braten und unsere Frauen hier verstecken - lasst uns doch alle wieder zurück gehen, dann merken die Ösis was sie an uns gehabt haben!

Ich werde dann ganz traurig sein wenn ihr alle ins heilige Ergodanland retour geht, ich werde Euch vermissen! Jeden Tag!

nonono melden

in einem land, wo man in menschen wie strache kanzlerpotential sieht, kann man auch nicht viel anderes erwarten...

die frage ist was verstehe unter integration, sowie nach deiner beschreibung kann ich gleich ins christentum konvertieren, integration hat nichts mit religion zu tun...

wenn für dich gute ausbildung ausreicht, um einen menschen als gut oder schlecht zu "beurteilen", ist das dein problem, siehe die österr. politiker, alle top ausgebildet, aber alle nichts wert und nur in irgenwelche skandale verwickelt...

so wie die demografische entwicklung österreichs zeigt, wird man spätestens in 30 jahren wieder gastarbeiter brauchen...

und die jahre sind nicht weit weg, bis die türkei europas größter macht wird, denn auch österreich wird es eines tages nicht anders gehen als heute griechenland, spanien und co...

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