Szekesfehervar als 10. Team in Erste Bank Liga: Ungarisches Team in heimischer Liga

Neues "Punktesystem" soll den Nachwuchs fördern "Alba Volan" als erstes ungarisches Team in der Liga

Die Erste Bank Eishockey Liga und der Österreichische Eishockeyverband haben auf einer Sitzung in Pörtschach die Weichen für die Saison 2007/08 gestellt, die voraussichtlich am 21.9. beginnt. Der ungarische Serienmeister Alba Volan aus Szekesfehervar wurde nach Olimpija Laibach als zehnter Klub neu aufgenommen. Die Magyaren haben alle geforderten Auflagen erfüllt und spielen neben den zwei slowenischen Vereinen Jesenice und Laibach als erster Klub ihres Landes in der österreichischen Liga mit.

Die EBEL setzt in der kommenden Meisterschaft auf den Spielmodus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit mehr Playoff-Spielen und erhofft sich davon mehr Spannung. Der Grunddurchgang besteht aus zwei Hin- und Rückrunden (36 Spiele/Team). Anschließend geht die Meisterschaft in einer Zwischenrunde weiter, die in zwei Gruppen aufgeteilt wird. Die ersten Sechs des Grunddurchgangs spielen in einer Hin- und Rückrunde (10 Spiele) die Platzierungsspiele für die Viertelfinalpaarungen aus, die anderen vier Teams (7. - 10. des Grunddurchgangs) ermitteln in einer "Hoffnungsrunde" - auch Hin - und Rückrunde (sechs Spiele) - die letzten zwei Playoff-Tickets.

Für den Erstplatzierten gibt es zum Start der Platzierungsspiele vier Bonuspunkte, der Zweite erhält drei, der Dritte zwei Punkte, der Viertplatzierte einen, der Fünft- und Sechstplatzierte keinen Punkt. Zum Start der "Hoffnungsrunde" erhält der Siebtplatzierte des Grunddurchgangs zwei Punkte, der Achtplatzierte einen und der Letzte und Vorletzte des Grunddurchgangs keinen Punkt.

Anschließend werden die Viertelfinali (best of five) gespielt, die Sieger der Halbfinali (best of seven) spielen im Finale (best of seven) um den Titel der Erste Bank Eishockey Liga. Bezüglich der Punktevergabe (2/Sieg, 1/Unentschieden), Overtime (5 Minuten) und Penaltyschießen (3 Schützen/Team) bleibt alles wie bisher.

Mit der beabsichtigten Einführung des "Punktesystems" geht die Liga neue Wege. Chancengleichheit für alle Teams und Förderung des Nachwuchses ist das Ziel. Dabei wird jeder Spieler von allen anderen EBEL-Vereinen seiner Spielstärke entsprechend bewertet. Die Punkteskala geht von 1 bis 4 und jedes Team darf die maximale Punkteanzahl von 67 nicht überschreiten.

Transferkartenspieler erhalten automatisch vier, U20-Spieler immer einen Punkt. Der Rest der Cracks wird mit seinem tatsächlichen Wert gemessen - umso besser ein Spieler, umso mehr Punkte erhält er. Mit der Einführung des Punktesystems geht die Erste Bank Eishockey Liga einen Weg, der sich in der NHL (salary cap) seit langem bewährt. Zusätzlich soll das Punktesystem den Einsatz von Nachwuchsspielern fördern und dadurch das österreichische Eishockey verbessern. Eine detaillierte Beschreibung der österreichischen Version des NHL-Salary Cap wird nach der endgültigen Beschlussfassung/Bestätigung durch den ÖEHV-Vorstand veröffentlicht.

(apa/red)