Syrischer Präsident Assad zu Nahostgipfel:
Ohne Golan-Höhen nehmen wir nicht teil

Umfassender Friede sei ohne Syrien nicht möglich Veranstalter USA noch ohne konkreten Informationen

Syrischer Präsident Assad zu Nahostgipfel:
Ohne Golan-Höhen nehmen wir nicht teil

Syrien will an der von den USA geplanten Nahost-Konferenz nur dann teilnehmen, wenn dabei auch die von Israel besetzten syrischen Golan-Höhen zur Sprache kommen.

"Wenn die besetzten Gebiete in Syrien nicht zur Sprache kommen, ist es völlig ausgeschlossen, dass Syrien zu der Konferenz kommt", sagte der syrische Präsident Bashar al-Assad am Montag dem britischen Sender BBC. "Es sollte ein umfassender Friede erzielt werden, und ohne Syrien ist es kein umfassender Friede", sagte Assad in dem Interview. "Ohne dies sollten und werden wir nicht kommen."

Die USA haben bisher keine Einzelheiten zu Ort, Datum, Teilnehmerkreis und Themenkatalog der Konferenz genannt. Der syrische Informationsminister Mohsen Bilal hatte erklärt, für sein Land komme eine Teilnahme nur dann infrage, wenn gewährleistet sei, dass die "imperativen Punkte für einen gerechten und umfassenden Frieden" auf die Tagesordnung gesetzt würden. Syrien fordert die bedingungslose Rückgabe des Golan, den Israel 1967 erobert und 1981 ohne völkerrechtliche Wirksamkeit annektiert hatte. Die Konferenz müsse auch mit den palästinensischen Organisationen Hamas und Fatah "äquidistant und ausgewogen" verfahren, sagte Bilal. Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas hatte als Voraussetzung eine umfassende Rahmenvereinbarung mit Israel über eine Zwei-Staaten-Lösung gefordert. (APA7red)