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Syrische Armee: Giftgas bei
US-geführtem Angriff freigesetzt

Angriff soll Giftgas-Depot des IS getroffen haben

Die syrische Armee wirft den USA vor, die von ihnen angeführte Koalition habe bei einen Luftangriff im Osten Syriens Giftgas freigesetzt. Bei dem Angriff am Mittwoch sei ein Giftgas-Depot der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) getroffen worden, berichtete das staatliche Fernsehen. Die dabei freigesetzte Substanz habe Hunderte Menschen getötet.

Der Zwischenfall in der Provinz Deir ez-Zor beweise, dass der IS und die mit der Al-Kaida verbundenen Extremisten Chemiewaffen besäßen, heißt es in der Erklärung des Militärs. Eine unabhängige Bestätigung der Vorwürfe gab es nicht.

Die USA und andere westliche Staaten werfen der syrischen Regierung vor, Giftgas bei einem Luftangriff in der Ortschaft Khan Sheikhoun eingesetzt zu haben. Die USA beschossen daraufhin einen syrischen Luftwaffenstützpunkt. Syrien und sein Verbündeter Russland bestreiten die Darstellung der USA. Russlands Präsident Wladimir Putin sagte, entweder sei ein Giftgas-Depot der Rebellen getroffen worden oder der Zwischenfall sei inszeniert worden, um die syrische Regierung in Misskredit zu bringen.

Unterdessen wurde ein Team der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) entsandt, um Proben zu nehmen und Betroffene zu befragen, wie die Nachrichtenagentur Reuters von Insidern erfuhr. Es solle erkunden, ob chemische Waffen freigesetzt worden seien. Die Gruppe habe aber kein Mandat festzustellen, wer eventuell verantwortlich sei.

Die britische Delegation bei der OPCW erklärte am Donnerstag, Wissenschafter des Landes hätten bei Proben aus Khan Sheikhoun Spuren des Nervengifts Sarin gefunden.

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