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"Unser letztes Wort"

Türkei warnt Assad-Regime mit scharfen Worten und fordert ein Ende der Gewalt

Syrien - "Unser letztes Wort" © Bild: Reuters

Nach der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten in Syrien hat die türkische Regierung Präsident Assad in scharfen Worten zur Umkehr aufgefordert. "Das ist unser letztes Wort", sagte Außenminister Davutoglu. Die Militäreinsätze müssten sofort und bedingungslos gestoppt werden. Andernfalls werde kein Wort mehr darüber verloren, welche Schritte folgen könnten.

Im saudi-arabischen Jiddah traf König Abdallah nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Spa mit dem türkischen Staatschef Abdullah Gül zu einem Gespräch über die Lage in Syrien zusammen. Die Türkei hatte Assad zuletzt verstärkt zu demokratischen Reformen gedrängt, sich damit aber bisher eine Abfuhr eingehandelt.

Jordaniens Regierungschef Maaruf Bachit hat laut der amtlichen Nachrichtenagentur Petra in einem Telefonat mit Syriens Außenminister Adel Safar ebenfalls ein sofortiges Ende der Gewalt gefordert.

Jasser Abed Rabbo, Generalsekretär der von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas geführten Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), bezeichnete das Vorgehen der syrischen Armee als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit". Zuvor waren mindestens 5.000 Palästinenser aus einem Flüchtlingslager in Syrien vor der Gewalt geflohen, wie das UN-Hilfswerk für die palästinensischen Flüchtlinge mitteilte.