Syrien von

Rotes Kreuz in Homs

Erstmals werden Verletzte sowie Frauen und Kinder aus umkämpfter Stadt evakuiert

Syrien - Rotes Kreuz in Homs © Bild: Reuters

Das Rote Kreuz hat erste Verletzte sowie Frauen und Kinder aus der umkämpften syrischen Stadt Homs herausgeholt. 7 Verletzte und 20 Frauen und Kinder wurden in Sicherheit gebracht. Die Lage in Homs wird laut Rotem Kreuz immer schlimmer. Nach Darstellung von Oppositionellen töteten die Sicherheitskräfte allein am Freitag 103 Menschen in Homs und anderen Regionen des Landes.

Der Konvoi von Ambulanzfahrzeugen des Syrischen Roten Halbmonds und des Roten Kreuzes sei in den Stadtteil Baba Amro gefahren und habe die Menschen mitgenommen, so das Rote Kreuz. Zu diesem Zeitpunkt habe jedoch keine Kampfpause geherrscht. Die Evakuierung sei ein erster Schritt gewesen.

Erneute Proteste gegen Assad
Wie die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, gingen landesweit erneut zehntausende Menschen gegen Präsident Assad auf die Straße. Der Staatschef sieht sich seit Monaten heftigen Protesten ausgesetzt, die er von seinen Sicherheitskräften mit brutaler Gewalt niederschlagen lässt.

Österreich hilft
Österreich wird sich mit 250.000 Euro an humanitärer Hilfe in Syrien beteiligen. Einen entsprechenden Beschluss soll der Ministerrat nächste Woche fassen, erklärte Staatssekretär Wolfgang Waldner im Ö1-Morgenjournal. Als Empfänger des Geldes scheine das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) am ehesten geeignet, so Waldner, der am Freitag in Tunis am Treffen der Kontaktgruppe der Freunde Syriens teilgenommen hatte. Bei der Konferenz sei nicht über eine Waffenhilfe an die syrischen Aufständischen gesprochen worden, sagte Waldner.